Aiptek Mini PenCam Plus

Aiptek Mini PenCam Plus
Digitale Fixfokus-Kompaktkamera

Markteinführung: 2002
Neupreis: 80 €
Sensor: 1.3 MP
Brennweite (KB): 43 mm

 Aiptek
 Technische Daten
Drollig sieht sie aus, die Mini PenCam Plus. Das kantige, dunkelblaugrüne Gehäuse und der silberne Objektivring erzeugen einen Retrolook, ohne direkt an historische Vorbilder zu erinnern.

Der zweite Eindruck: Der Verkaufskarton protzt groß mit 2,1 Megapixeln, die beim Blick in die technischen Daten auf bescheidene 1,3 Megapixel schrumpfen. Außerdem steht da „Works Great with Windows XP“, was angesichts unsignierter Treiber auch leicht übertrieben scheint. Bei Produkten, die hauptsächlich über die Grabbeltische dieser Welt verkauft werden, ist übertriebene Seriosität wohl nicht verkaufsfördernd.

Betrachtet man die Kamera näher, vermisst man zuerst den Bildschirm. Stattdessen ist nur ein kleines LC-Display und eine einzige Bedientaste (und der Auslöser) vorhanden. Die Symbole im Display sind immerhin so eindeutig, dass die Bedienung schnell und sicher gelingt. Die Kamera hat getrennten internen Speicher (jeweils 16 MB) für Fotos und Videos. Während das für immerhin etwa 40 Bilder in höchster Auflösung reicht, ist bei Videos nach wenigen Sekunden bereits Schluss. Als Camcorder ist die PenCam daher kaum zu gebrauchen.

Ein weiteres Manko ist der fehlende Blitz. Da die Kamera zudem nur wenig lichtstark ist, werden Innenraumaufnahmen und Bilder in der Dämmerung oder Nacht durchweg unbrauchbar. Das gilt auch für den Einsatz als Webcam.

Um die Bilder anzuschauen, die man mit der Mini PenCam Plus geschossen hat, benötigt man ein Programm, das diese aus der Kamera herunterlädt. Als Massenspeichergerät meldet sich die Kamera nicht im System an. Aus heutiger Sicht ist das umständlicher als nötig.

Eine letzte Überraschung erlebt man dann beim Betrachten der Bilder, soweit diese bei guten Lichtverhältnissen entstanden sind. Sie wirken auf den ersten Blick sehr scharf und detailliert. Beim genaueren Hinsehen offenbart sich die extreme Bildnachbearbeitung in der Kamera, die das Bild offenbar erst weichzeichnet und dann schärft, so dass inhomogene Flächen (Rasen z.B.) aquarellartig verfremdet werden.

(C) 2008 B. Jakubaschk
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