Canon PowerShot Pro 70

Canon PowerShot Pro 70
Digitale Prosumer-Kamera

Markteinführung: 1999
Neupreis: 1400 €
Sensor: 1.5 MP auf ca. 30 mm2
Brennweite (KB): 28 - 70 mm

 Canon
 Detailbild
 Technische Daten
Pro wie Prosumer

Der Name sagt schon, welchen Nutzerkreis Canon mit diesem Modell im Auge hatte: Das “Pro” steht nicht für Profi, sondern für “Prosumer”. Diese seltsame Kreatur ist eine Mischung aus Profi und Consumer – oder anders gesagt ein normaler, privater Anwender mit gehobenen Ansprüchen.

Prosumer-Cameras sind wuchtig und schwer, mit einem lichtstarken Objektiv oder einem Superzoom ausgestattet und erlauben eine weitreichende Kontrolle über die Aufnahme. Damit imitieren sie viele Eigenschaften von Spiegelreflexkameras, verzichten aber auf ein wechselbares Objektiv und haben normalerweise einen deutlich kleineren Sensor.

Objektiv mit Vollverkleidung

All dies trifft auch auf die PowerShot Pro 70 zu. Ungewöhnlich an dieser Kamera ist der fehlende Blitz (dafür ist ein Blitzschuh vorhanden) und das komplett gekapselte Objektiv. Die bewegliche Frontlinse sitzt hinter einer feststehenden Glasscheibe. Damit sind die beweglichen Komponenten der Optik optimal gegen Berührung, Stöße und Schmutz geschützt. Dafür muss auf einen Zoomring verzichtet werden. Die Zoomwippe ist dafür genau dort angebracht, wo man einen Zoomring vermuten würde.

Die Bedienelemente der PowerShot Pro 70 erinnern an eine Spiegelreflexkamera. Ein großer Teil der Tasten gruppiert sich um das Statusdisplay, was eine Bedienung auch bei abgeschaltetem Bildschirm ermöglicht. Die Kontrollmöglichkeiten sind für eine Porsumer-Kamera eher mager: Die Belichtung kann nur vollautomatisch, per Zeitautomatik oder über eine Belichtungskorrektur gesteuert werden, der Weißabgleich entzieht sich jedes manuellen Eingriffs.

Mit dem Bildschirm hebt sich die Kamera deutlich von der Konkurrenz ab: Das Monitorchen ist schwenk- und drehbar. Es kann natürlich wie gewohnt auf die Kamerarückseite geklappt werden. Um 180° gedreht ist es beim Transport optimal geschützt. Nach außen geschwenkt, kann der Monitor nach oben oder nach unten gedreht werden und ist so bei Aufnahmen aus Bodennähe oder über dem Kopf optimal zu sehen. Als letzte Möglichkeit kann die Bildfläche auch nach vorn zeigen, was Selbstportraits stark vereinfacht.

(C) 2008 B. Jakubaschk
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