Commodore Pen Cam 16
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Digitale Fixfokus-Kompaktkamera Markteinführung: 2001 Neupreis: 50 € Sensor: 0.09 MP auf ca. 21 mm2 Brennweite (KB): 35 mm |
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Erste Fun-Kamera
Mit der Pencam gelang Aiptek ein Überraschungserfolg. Technisch ist die Kamera kaum erwähnenswert: Der CMOS-Sensor hat eine Auflösung von nur 352 x 288 Pixeln. In den fest eingebauten Speicher von 2 MB passen gerade einmal 20 Aufnahmen – es sei denn, man wählt die niedrige Auflösung von sage und schreibe 176 x 144 Pixel. Dann passen immerhin 80 Bilder in den Speicher. Eine große Version der Kamera hat die vierfache Kapazität. Weiterhin fehlt der Kamera ein Display, um die Bilder anzuzeigen und ein Blitz. Neben dem Auslöser gibt es nur eine einzige Taste zur Moduseinstellung und ein Statusdisplay. Einzig aufsehenerregend war die Bauform, der die Pencam ihren Namen verdankt. Schmal, relativ flach und hoch ist die Kamera und passt mit ihrem Kugelschreiber-Clip gut in etwas voluminösere Jackentaschen. Über einen mitgelieferten Gürtelclip kann sie auch am Hosenbund getragen werden. Nach ihrer Markteinführung Ende des Jahres 2000 gab es die Kamera rasch auch unter anderen Markennamen. Medion brachte sie unter eigenem Namen heraus, der Elektronik-Versender Pearl hatte sie im Angebot und z.B. bei der Supermarktkette real konnte man sie unter dem einst klangvollen Markennamen Commodore als „Pen Cam 16“ kaufen. Die Preise lagen durchweg bei umgerechnet ca. 75 Euro für die Variante mit 2 MB Speicher und 100 Euro mit 8 MB Speicher. Man begegnete der Kamera eine Zeitlang auf Schritt und Tritt. Kein Prospekt vom Gemüsehändler um die Ecke, aus dem sie einem nicht entgegengrinste. Kein Zeitschriftenabo, bei dessen Abschluss man nicht eine Pencam als Prämie wählen konnte. Am Ende war es völlig gleichgültig, dass man mit der PenCam nur bei besten Lichtverhältnissen überhaupt erkennbare Bilder schießen kann und dass auch gelungene Bilder aufgrund der geringen Auflösung nicht einmal als Webbilder taugen – nicht einmal nach den bescheidenen Standards des Jahres 2000. Was zählte, war der geringe Preis und die Bauform, durch die die Pencam immer und überall mit dabei sein konnte. Aiptek hatte so mit dazu beigetragen, Digitalkameras als Spaßprodukte zu etablieren. | |
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