Fuji FinePix F700
![]() |
Digitale Zoom-Kompaktkamera Markteinführung: 2003 Neupreis: 680 € Sensor: 3.1 MP auf ca. 43 mm2 Brennweite (KB): 35 - 105 mm |
|
Querulant
Bei der F700 hat sich Fuji erneut für ein ungewöhnliches Gehäuseformat entschieden. Die Kamera wirkt wie in die Breite gezogen. Insgesamt zählt dieses Modell nicht zu den gelungensten Entwürfen. Das ansonsten mit mattem Blech verkleidete Gehäuse hat an der Front eine Applikation, die nach gebürstetem Edelstahl aussieht – was ansonsten eher im Bereich Küchenelektro Eindruck schindet. Der schicke lila glänzende Streifen der F410 findet sich auch hier, allerdings ziemlich phantasielos neben einem Griffelement auf der Vorderseite platziert. Seltsam sind auch zwei der Bedienelemente angebracht: Auf der Front sitzt neben dem Objektiv eine Taste für kontinuierlichen Autofokus. Und oben ganz links befindet sich eine Taste für die Serienbildfunktion. Auflösungsfragen Fuji gibt die Auflösung des SuperCCD-SR-Sensors mit 6,2 Megapixeln an. Jeweils zwei dieser Pixel gehören jedoch paarweise zusammen – einer hat eine hohe, der andere eine niedrigere Lichtempfindlichkeit. Im Ergebnis kann die Kamera Bilder mit höherem Dynamikumfang erzeugen, dafür aber nur der halben Auflösung. Man kann zwar auch eine Bildauflösung von 6 Megapixeln einstellen, dabei wird jedoch interpoliert. Da die Bilder im Ergebnis eher mit denen einer 3 MP-Kamera vergleichbar sind, wird der Sensor hier im Datenblatt mit 3,1 Megapixeln angegeben. Resultate Die Bilder, die die F700 liefert, sind solide. Das Objektiv liefert scharfe Bilder und hohe ISO-Werte (bis 1600 ist einstellbar) führen wegen des großen Sensors zu weniger schlimmen Katastrophen als bei anderen Kompaktkameras. Im Alltag schlägt sich die Kamera gut – vor allem bei Außenaufnahmen. Auffällig ist die hohe Geschwindigkeit beim Ausfahren des Objektivs, beim Fokussieren und bei der Bildanzeige. Der Videomodus ist brauchbar, auch wenn beim Filmen nicht gezoomt werden kann. Im Makromodus können beeindruckende Nahaufnahmen gemacht werden, allerdings fährt das Objektiv dazu in die Weitwinkelposition und die Zoomfunktion ist deaktiviert. Über den Effekt des größeren Dynamikumfangs kann man streiten. In den meisten Situationen kommt er kaum zum Tragen. Zu kritisieren ist vor allem der mickrige Akku, der kaum einen prall mit Sehenswürdigkeiten vollgestopften Urlaubstag übersteht. Sensordefekt Dieses Kameramodell ist mit einem Bildsensor von Sony ausgestattet, der von einem Serienfehler betroffen ist. Sehr viele dieser Sensoren sind inzwischen defekt. Eine Reparatur kann selbst nicht durchgeführt werden. | |
|
(C) 2008 B. Jakubaschk Sie wollen Texte oder Bilder dieser Homepage verwenden? Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen | |



