Hewlett-Packard Photosmart 715

Hewlett-Packard Photosmart 715
Digitale Zoom-Kompaktkamera

Markteinführung: 2001
Neupreis: 380 €
Sensor: 3.1 MP auf ca. 37 mm2
Brennweite (KB): 34 - 102 mm

 Hewlett-Packard
 Technische Daten
Die Photosmart 715 ist die digitale Entsprechung einer simplen Autofokus-Schnappschuss-Kamera aus analogen Zeiten. Leider sieht sie auch genau so aus – das Design ist mit dem Titel „großväterlich“ fast schon zu sehr gelobt. Die matt silberne Plastikhülle wirkt eher billig und die wenigen Bedienelemente unterstützen diesen Eindruck noch.

Die Kamera lässt so gut wie keine manuellen Einstellungen zu, einzig die Bildqualität und der Blitzmodus lassen sich manipulieren. Um so überraschender sind die Ergebnisse: In unkritischen Situationen macht die Photosmart 715 fast immer scharfe und gut belichtete Aufnahmen. Fehlt es an Licht, läuft der Autofokus gelegentlich ins Leere und es gibt keine Warnung, wenn die gewählte Belichtungszeit keine unverwackelte Aufnahme aus der Hand mehr zulässt.

Der gute Eindruck der Bildqualität ist dem relativ großen und damit rauscharmen Bildsensor zu verdanken, aber auch Ergebnis einer deutlichen Nachschärfung.

Ein großer Minuspunkt der Kamera ist ihr offenbar sehr schwachbrüstiger Prozessor. Alles ist sehr langsam. Am stärksten bemerkt man das bei der Bildanzeige, die deutlich über eine Sekunde braucht, um ein 3MP-Bild aufs Display zu bringen. Es zeigt sich aber auch bei der Bildverarbeitung, beim Speichern, beim Fokussieren und bei der Auslöseverzögerung.

Fazit: Die HP 715 ist klobig, hässlich und lahm. Dafür entschädigt sie mit ihrer sehr einfachen Handhabung und in ihrer Klasse sehr guten Bildergebnissen.

(C) 2008 B. Jakubaschk
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