Hewlett-Packard Photosmart R707

Hewlett-Packard Photosmart R707
Digitale Zoom-Kompaktkamera

Markteinführung: 2004
Neupreis: 280 €
Sensor: 5.1 MP auf ca. 37 mm2
Brennweite (KB): 39 - 117 mm

 Hewlett-Packard
 Detailbild
 Technische Daten
Heavy Metal

Als die R707 auf den Markt kam, musste man sich erstmal die Augen reiben: Das kann doch keine HP-Kamera sein! Diese hatten eher zweifelhaften Ruhm durch immer etwas zu große, lieblos gestaltete und aus billigem Plastik zusammengesetzte Kameras.

Ganz anders die R707: Die Front besteht aus einer ziemlich massiven Metallplatte, die elegant um die Gehäusekurven gezogen wurde und eine eingearbeitete Griffmulde hat. Die Rückseite ist schwarz und aus gummiertem Plastik. Ich bin kein großer Freund dieser Art von Oberfläche, da sie sich an strapazierten Stellen irgendwann auflöst und dann glänzendes Plastik zum Vorschein kommt. Teilweise wird so eine Oberfläche irgendwann leicht klebrig und ist dann sehr unangenehm anzufassen. Nichts desto trotz ist die R707 optisch auf der Höhe ihrer Zeit.

Schlau, schlau

Während die Kamera hinsichtlich Objektiv und Sensor keine Besonderheiten aufweist, hat HP besonders an der Bildverarbeitung gefeilt. In Kooperation mit Texas Instruments entstand ein Bildverarbeitungsprozessor („DSP“ genannt), der nicht nur für hohes Tempo sorgt, sondern auch interessante Spielereien ermöglicht. So kann die Kamera rotgeblitzte Augen im fertigen Bild entfernen. Bei Panoramaaufnahmen unterstützt sie nicht nur bei der Aufnahme, sondern setzt auf gleich das fertige Bild zusammen.

Besonders für Einsteiger sind die Hilfsfunktionen interessant. Die R707 gibt bei nicht optimal gelungenen Bildern Hinweise, wie man es besser machen könnte, die von Allgemeinplätzen („nicht so wackeln“) bis hin zu recht interessanten Informationen („Bild ist verrauscht, weil die Kamera zu heiß ist“) reichen.

Letztlich ist HP mit der R707 im Jahr 2004 ein überraschender und gleichzeitig überzeugender Neuanfang geglückt. Die nachfolgenden Modelle orientierten sich an der neuen Designlinie und nutzten auch die verbesserten inneren Werte.

(C) 2008 B. Jakubaschk
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