Pentax EI-200
![]() |
Digitale Zoom-Kompaktkamera Markteinführung: 2000 Neupreis: 730 € Sensor: 2.0 MP auf ca. 17 mm2 Brennweite (KB): 34 - 108 mm |
|
Teamwork
Pentax und Hewlett-Packard sind zwei Große Namen – der eine im Bereich der Fotografie, der andere bei Computern, Druckern und Scannern. Beiden gemeinsam ist, dass sie bis zum Jahr 2000 nicht viel Beeindruckendes auf dem Digitalkamera-Markt bewirkt hatten. So war die Idee möglicherweise naheliegend, dass Pentax seine optische Kompetenz und HP seine Expertise im Elektronikbereich zusammen warfen und eine gemeinsame Entwicklung starteten. Das Ergebnis bestand aus zwei Modellen, die im Herbst 2000 jeweils in einer HP- und einer Pentax-Version auf den Markt kamen. Im Gegensatz zu den meisten anderen herstellerübergreifenden Kooperationen machten HP und Pentax kein Geheimnis daraus. Sowohl auf dem Gehäuse als auch im Menü kann man jeweils beide Herstellernamen finden. Und noch ein dritter Name taucht im Menü auf: Digita. Dabei handelt es sich um das Betriebssystem der Kamera, welches von der Firma FlashPoint entwickelt wurde. Um den Jahrtausendwechsel waren einige Kameras verschiedener Hersteller (Kodak, Minolta) damit ausgestattet. Interessant daran ist weniger das Bedienmenü, das mit sehr bunten Symbolen ausgestattet ist und mit der verwendeten Schriftart (sieht aus wie „Comic sans“) ziemlich nach Kindergarten aussieht. Dafür bietet die Software eine Skript-Programmiersprache, über die man die Fähigkeiten der Kamera erweitern kann. Die Skripte werden einfach auf der CF-Karte abgelegt und die Kamera zeigt diese dann im Menü an, von wo man sie aufrufen kann. Leider fand dieses innovative Konzept kaum interessierte Anwender und so wurde Digita schon bald nirgends mehr eingesetzt. Die hier abgebildete Kamera ist das kleinere Modell aus der Zusammenarbeit von HP und Pentax. Bei HP hieß es C618, bei Pentax EI-200. Das Gehäuse ist groß und rundherum aus Plastik. Die Formgebung ist klassisch, ohne allerdings allzu viel Esprit zu entfalten. Funktional gibt es wenig auszusetzen. Neben einer Vollautomatik beherrscht die Kamera auch Blenden- und Zeitvorwahl und drei Motivprogramme. Hinzu kommen Belichtungskorrektur, ISO-Einstellung, verschiedene Messmodi und so weiter. Der Bildschirm ist normalerweise aus, als wolle einen die Kamera zur Benutzung des Suchers überreden. Das hat auch seinen Grund, weil die Batterien bei eingeschaltetem Bildschirm in Rekordzeit geleert werden. Die wichtigsten Einstellungen sind auf dem LC-Display auf der Kameraoberseite zu sehen, so dass der Bildschirm meist verzichtbar ist. Rundum ist die EI-200 für ihre Zeit eine recht gelungene Kamera, die allerdings mit über 700 € auch in der gehobenen Preisklasse mitspielte. Unter dem Namen EI-2000 oder HP C912 gab es das nächstgrößere Modell zu kaufen. Dieses hatte eine Spiegelreflexmechanik, allerdings in Kombination mit einem fest montierten Objektiv. Weitere gemeinsame Modelle brachten HP und Pentax nicht auf den Markt. | |
|
(C) 2008 B. Jakubaschk Sie wollen Texte oder Bilder dieser Homepage verwenden? Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen | |



