Nur noch 3 Wochen bis zu den Herbstferien ;-)

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 30. September 2026 - Wissen, Ausprobieren

SPIRATONE PLURACOAT 1:3.5 f=18mm ULTRA WIDEANGLE

Für sicher einen noch auszuwählenden Kurztrip in den Herbstferien wird die Nikon Z7 wie gewohnt mit dem bewährten und exzellenten Kitzoom NIKKOR Z DX 50-250mm 4,5-6,3 bestückt. Die bei dem DX Objektiv automatisch von der Z7 erzeugten 20 Megapixel haben immer fürs Fotojahrbuch und den Jahreskalender gereicht! Zur Sicherheit hatte ich gewöhnlich auch das Nikon NIKKOR Z DX 24mm 1:1.7 eingesteckt, das aber nie benötigt wurde.

Den Superweitwinkelpart im Herbst 2026 übernimmt dann ein SPIRATONE PLURACOAT 1:3.5 f=18mm ULTRA WIDEANGLE

Das 18er gab es in drei Versionen:

  • Spiratone YS 18mm f/3.2
  • Spiratone YS 18mm f/3.5
  • Spiratone Pluracoat Ultra 18mm f/3.5

Die ersten beiden soll Sigma im Auftrag produziert haben, die dritte Version Tokina.

Spezifikation, soweit bekannt

  • Vorstellungsjahr Ende der 1970er
  • Abmessungen/Gewicht: Ø 83 mm, Länge 55 mm, Filter Ø 72 mm, 364 g
  • Optischer Aufbau trotz des Brennweitenunterschieds möglicherweise wie das RMC TOKINA 17mm 1:3.5: 11 Linsen in 9 Gruppen
  • 6 Blendenlamellen, kleinste Blende f/16
  • Nahdistanz 20 cm
  • Anschlüsse: Canon FD, Konica, Minolta MD, Nikon F, Olympus, Pentax K, Praktica M42

Das preiswerte 18-mm-Objektiv von Spiratone mit Lichtstärke f/3,2 (später f/3,5) wurde von Sigma gefertigt. Das neue 18-mm-Modell stammt hingegen von Tokina und ist eigentlich das Tokina 17 mm f/3,5. Bedeutet das nun, dass man im Vergleich zum älteren Objektiv einen zusätzlichen Weitwinkelvorteil von 1 mm erhält? Tatsächliche Messungen der Brennweite ergaben einen Wert von 17,54 mm. Anschließend maßen wir unser altes, von Sigma gefertigtes Spiratone 18 mm f/3,5; hier lag der Wert bei 18,14 mm. Angesichts der zulässigen Fertigungstoleranz von ± 5 % könnte man beide Objektive sowohl als 17-mm- als auch als 18-mm-Objektiv deklarieren. Dennoch zeigt das neue Tokina-Spiratone-Objektiv – sowohl bei der tatsächlichen Aufnahme als auch bei der Betrachtung durch den Sucher – einen größeren Bildausschnitt. Warum entschied sich Spiratone dafür, das Objektiv als 18-mm-Modell zu kennzeichnen, obwohl man es ebenso gut als 17-mm-Objektiv hätte bezeichnen und vermarkten können? Wir vermuten, dass sich das ältere, von Sigma gefertigte 18-mm-Objektiv von Spiratone so gut verkauft hat, dass der Importeur bei der neuen Optik an den bewährten Werten für Lichtstärke und Brennweite festhalten wollte. Aus: Modern Photography 1979

Nun ja, nie erreichen diese frühen Superweitwinkelobjektive die heutige Abbildungsqualität. Müssen und sollen sie auch gar nicht. Mich interessiert das wahrscheinlich Unvollkommene dieses SPIRATONE PLURACOAT 1:3.5 f=18mm ULTRA WIDEANGLE viel mehr als die heutige unter Umständen sogar langweilige Perfektion. Ich bin gespannt und werde ab 2. Oktoberhäfte berichten.

 

 

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

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