Mein kleines Hobby Astro-Spielequipment ;-)

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 15. August 2025 - Wissen, Ausprobieren

Und gleichzeitig mein einziges im Verlauf der letzten beiden Jahren neu gekauftes Objektiv: 7Artisans 24mm F1:1.4 mit Nikon Z Bajonett. Das 7Artisans 4mm F:2.8 mit Fuji X-Anschluss kam über (eBay-)Kleinanzeigen. Auf meiner geliebten Fuji X-E2, die 2019 für 95 Euro zum öfteren Benutzen in die Sammlung kam. Mit defektem Sucher, fehlender Griffplatte, aber sonst 100 Prozent funktionierend!

Das 24er ist für 15 x 23 mm APS-C-/DX-Halbformat gerechnet. Dennoch setzte ich es im Nachthimmel immer im 24 x 36 mm Vollformat ein. Natürlich wird das Format nicht ausgezeichnet, aber es gibt ein paar mehr Reserven, wenn später für ein Zeitraffer-/Timelapse-Video auf 1.920 x 1.080 FullHD 16:9 gecroppt werden soll.

Mit ganz, ganz viel Wohlwollen

Der kaum erkennbare Hauch an Purpur in der rechten Bildhäfte ist ein ganz schwaches Nordlicht. Die Nordlicht-App hatte zuverlässig "angeschlagen". Aber mit einem so genannten KP-Wert von unter 5 – es war etwas um 4,6 – ist nicht mehr Nordlicht zu erwarten … Ab KP 5, besser 6 oder gar 7 gibt es reichlich Nordlicht. Während das im ganz hohen Norden (Polarkreis) eher Neongrün und gewaltig herkommt, ist im Süden etwas dezenter und purpurfarben. Bei KP 7 ist das Nordlicht sogar in Deutschland erkennbar!

Mal sehen, ob sich in den letzten Urlaubstagen noch eine Chance für mehr Nordlicht egibt. Ansonsten eben Herbst und mehr Dunkelheit.

Mit dem 4 mm Fisheye auf der Fuji X-E2: Startrails, Sternenspuren

Generiert mit StarStaX aus 500 Einzelfotos …

 

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums