Neues Jahr, neues Glück ;-)

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 09. Januar 2026 - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Sind unter anderem 2026 "fällig" ;-)

Nach einer Inventur und etlichen Funktionschecks 2025 sind einige Systemkameras übrig geblieben, die mal wieder eine kleine Fotorunde machen sollten. Aber nicht mehr mit der "Schlagzahl" der letzten zwei Monate des jetzt vergangenen Jahres. Die Häufigkeit der Benutzung ändert sowieso nichts daran, wenn man beim Test feststellt: Kamera X ist leider hinüber.

Wobei die Häufigkeit der Benutzung natürlich auch vom Nutzen, der Auflösung und der Benutzerfreude der alten Kamera abhängt

Soll das eine oder andere Foto unabhängig vom Alter der Kamera aber auch in einem Fotobuch gedruckt, als Kalender oder gar Poster an die Wand gehängt werden, braucht es eine entsprechende Pixelmenge. Mein Fotojahrbuch entsteht gewöhnlich im quadratischen Format 30 x 30 cm, der Kalender für die Wand in A3 30 x 40 cm.

Mittlerweile signalisiert die Gestaltungssoftware der Fotobücher, Kalender "zu wenig Bildpunkte/Auflösung", basierend auf 300 ppi Auflösung. Da ich bis auf den Buch- und Kalendertitel kaum komplettformatigen Fotos brauche, lassen sich auch Fotos mit weniger Bildpunkten verwenden. Im Fotobuch fülle ich die 30x30 cm Einzelfotos Seiten gewöhnlich mit sechs 10x15 cm Bildern im Querformat. Gelegentlich kommen auch quadratische Fotos oder Hochformate rein. Für die 10x15 cm mit 300 ppi Auflösung genügen bereits 1.200 x 1.800 Bildpunkte, 2 Megapixel. Die liefert sogar meine Kodak/Nikon F5 DCS620x von 1999! 

Mit der 4 Megapixel Canon EOS 1D oder Nikon D2Hs komme ich mit 2.400 x 1.600 Bildpunkten bei 300 ppi auf 13,5 x 20 cm. Die im Fotobuch auf 30 cm Breite minus Rand gezogen zwar eine Warnmeldung verursacht, aber im Druck nicht sichtbar wird! Ab 3.600 x 2.400 Bildpunkten 8,6 Megapixel bin ich bei vollen 30 cm x 20 cm mit 300 ppi.

Um es abzuschließen: Müssen es 300 ppi sein?

Kommt auf die Druckgröße und den Betrachtungsabstand an. Für ein großes (gerundet) 60 x 90 cm A1 Poster mit 150 statt 300 ppi Auflösung genügen 5.400 x 3.600 Bildpunkte, gerundet 20 Megapixel. Dazu gegebenenfalls noch etwas Photoshop-Interpolation oder KI-Hilfe durch Topaz Gigapixel AI, komme ich auch mit 10, 12, 16, 18 Megapixel klar!

Keiner meiner Kamera-Ausfälle 2025 beeinträchtigt ernsthaft mein Hobby Fotografie

Kaputtgegangen waren 2025 diese digitalen Spiegelreflexkameras:

  • Fuji S2Pro, Vorstellungsjahr 2002, 6/12 Megapixel, Mechanikschaden
  • Nikon D1H, Vorstellungsjahr 2001, 2,7 Megapixel, Sensorschaden
  • Nikon D1x, Vorstellungsjahr 2001, 6/10 Megapixel, Sensorschaden
  • Kodak/Nikon F5 DCS760, Vorstellungsjahr 1999, 6 Megapixel, Elektronik-, Boardschaden

Es war aber doch interessant, nach wie viel Jahren die eine oder andere Kamera dann unbrauchbar geworden ist. Es scheint so, als ob ab 20 Jahren hochwertige elektronische Systemkameras beginnen auszufallen …

Welche Systemkameras sollen 2026 "an die frische Luft"?

Das sind die beiden im Foto gezeigten Kameras Sony SLT a33 aus dem Vorstellungsjahr 2010 und Olympus E-330 aus 2006. Trotz des Altersunterschieds mit einer Gemeinsamkeit. Beides sind Spiegelreflexkameras, und sowohl die 14 Megapixel Sony als auch die 7,5 MP Olympus bieten Liveview. Die E-330 war die erste Systemkamera mit Wechselobjektiven UND Liveview!

Als Besonderheit ist der Spiegel in der Sony starr! Damit Licht auf den Sensor fällt, muss der Spiegel teildurchlässig, translucent sein. Was dann auch gleich die Modellbezeichnung  der Sony erklärt: (D)SLT: Digital Single Lens Translucent

Mittlerweile haben sich noch drei Systemkameras dazugesellt

Am Beitragstitel: "Kodak/Nikon Pronea DCS315 (1998), DCS330 (1999) Update 2023" schnell zu erkennen, dass diese besonderen Kodak DSLRs unbedingt mal wieder benutzt werden müssen. Um es vorwegzunehmen: Beide DSLRs starteten nach Einlegen der Akkus sofort und speicherten die Fotos auf die CompactFlash-Karten im PCMCIA-Adapter. Die 1,5 Megapixel DCS315 werde ich aber nicht mehr einsetzen, die tut sich schon recht schwer mit Farbwiedergabe und Rauschen. Aber die 3 Megapixel DCS330 wirkt noch sehr agil und kommt "an die frische Luft" ;-) Dabei eine unerwartete Überraschung: Das Yongnuo YN35mm F2N funktioniert perfekt auf der DCS330!

Vierte Kamera wird die FourThirds DSLR Panasonic LUMIX DMC-L10, die im Sommer 2023 das letzte Mal "vor der Tür war.

Als fünfte Systemkamera habe ich die spiegellose Samsung NX200 gewählt, die Ende 2024 das letzte Mal im Einsatz war: "Nikon LENS SERIES E 50mm 1:1.8 und Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD Auto 1:3.5 f=20mm im Sommer 2018 auf der Samsung NX11 und Ende 2024 auf der Samsung NX200"


Wie, mit welchen Objektiven und wann genau ich diese vier Systemkameras einsetze, wird die Zeit zeigen. Bis auf die Kodak DCS330 bieten sich die restlichen vier Kameras ja auch für Urlaubstrips ab Ostern an! Ich überlege mir was. Bestimmt werden sich dazu noch ein paar weitere Kameras gesellen, aber das Dutzend mache ich nicht voll!

 

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums