Flohmarktausklang?
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08. November 2025
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DIANA, eine Kultkamera?
So ganz noch nicht. Aber eine originalverpackte 6x6 Rollfilm Plastik-Kamera übelster Hongkong-Produktion nehme ich für einen Fünfer immer noch mit. Es gab Zeiten, wo für die DIANA als gewünscht primitive, unvollkommene Kamera Höchstpreise gezahlt wurden. Versprach ihr Einsatz doch wahre "Kunscht-Fotografie".
Dummerweise stellte sich die erhoffte Kunst aber nur ein, wenn der Fotograf, die Fotografin auch fotografieren konnte und nicht motivblind sinnlos rumknipste. Das war dann eben keine „Kunscht“ sondern Abfall, sinnlose Filmverschwendung, Fotomüll …
Eine Ahnung, wie die DIANA-Bildergebnisse aussehen könnten, gibt der Beitrag: „Nikon Z6 HOLGA Lens for Nikon DSLR Camera 1:8 HL-N f=60mm“. Wobei ich dort digital ohne Stativ aus der Hand fotografiert habe. Mit ISOs bis 16.000. Bei Trash kommt es auf ein bisschen Rauschen dann auch nicht mehr an.
Laut Wikipedia wurde die Ur-DIANA Anfang der 1960er Jahre von der Firma "Great Wall Plastics Factory" in Hongkong in Anlehnung an die AGFA Isoly entwickelt.
Spezifikation (einer Nachfolge-DIANA F+)
- Das Objektiv ist eine einfache Plastiklinse mit ca. 75 mm Brennweite
- Der Verschluss bietet nur „B“ und ca. 1/60 s
- Die Blende bietet Werte mit den Symbolen „Bedeckter, geschlossener Himmel“ ca. f/11, „Himmel mit Wolken“ ca. f/16, „Sonne“ ca. f/22 und „P“ für Pinhole ca. f/150. Damit wird die Diana zur Pinhole-Lochkamera mit Weitwinkel – keine Ahnung wie viel. Im Pinhole-Modus sollte man das Objektiv demontieren, was die Diana ermöglicht!
Im Lochkamera-P-Modus – Blende f/150 – sind Stativ, Handbelichtungsmesser und Verschluss auf B-Stellung – unter Umständen mehrere Sekunden Langzeitbelichtung – zwingend. Natürlich kann man als Künstler auch gewollt verwackelt aus der Hand fotografieren ;-)
Bei meiner zweiten Flohmarkt DIANA muss es sich um den Vorgänger, das Ur-Modell handeln, denn sie lässt sich nicht zur Lochkamera umbauen!
Zur Diana gesellte sich noch eine funktionierende Kamera aus den frühen Tagen der Digitalfotografie, eine 1,3 Megapixel FUJIFILM FinePix 1400 Zoom aus dem Vorstellungsjahr 2000.
Die ich – da die Übersicht verloren gegangen ist – natürlich seit 2016 schon habe. Mit der auch fotografiert wurde. Nachzulesen in: Tokioer Allerlei, oder „Fujis, wie Sand am Meer“...
Die FUJIFILM FinePix 1400 Zoom geht dann bei Gelegenheit an den geschätzten Sammlerkollegen und Mitautor Christian!



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