Nachdem das lt. Seriennummer zwischen 1968 und 1971 produzierte Nippon Kogaku Japan NIKKOR-S AUTO 1:1.4 f=50mm 2024 das letzte Mal benutzt wurde, reichte es zum Jahresende 2025 wenigstens zu einem Kurzeinsatz. Für die Rückreise habe ich dann einfach einen weiteren Nikon Klassiker auf die Z7 adaptiert, das brave Nikon NIKKOR-H Auto 1:2 f=50mm (1971). Es war sogar noch länger ohne Einsatz und hat seit 2023 gelegen.
Bis auf die nur vermeintlich langweile Normalobjektivbrennweite von 50 mm gibt es an dem Nikon Objektiv nichts zu kritisieren. Und langweilig? Es zwingt durch die feste Brennweite viel mehr passende Motive zu finden und zu gestalten. Am Zoomring drehen kann ja jeder ;-) Beim 50er geht nur "Turnschuh-Zoom": Ein Schritt rechts, ein Schritt links, ein Schritt nach vorn, ein Schritt nach hinten, mal in die Knie gehen …
Spezifikation

- Vorstellungsjahr (lt. #) 1971
- Abmessungen/Gewicht Ø 64mm, Länge 48 mm, Filter Ø 52 mm, 205 g
- Optischer Aufbau 6 Linsen in 4 Gruppen (Doppelgauß)
- Anzahl Blendenlamellen 6, kleinste Blende f/16
- Nahdistanz 0,6 m
Was die Abbildungsqualität angeht, gibt es praktisch kein (japanisches) Normalobjektiv des klassischen Doppelgaußtyps, das keine Schärfe liefert.
O.K. Über die Jahre kam dann eine verbesserte Linsenvergütung dazu, die bei Gegenlicht hilft. Aber oft ist es der gewünschte Altglascharakter, Charme, der zum Griff des alten Objektiv führt.
Quellen
Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, das brave 50er wenigstens kurz einzusetzen. Am Abfahrtstag der Rückreise fing es natürlich an zu schneien. Was hätte man da über den Tag an Winteraufnahmen machen können …
Die ersten sechs Fotos sind alle geblitzt. Um die dünnen Flocken zu verdeutlichen. Blitz war der Mini Nikon SB-300. Der Rest ist von unterwegs und von der Fähre Dänemark/Deutschland. Für den Riesenmond waren 50 mm Brennweite natürlich viel zu wenig. Ausschnitte aus 45 MP und Topaz Gigapixel AI haben ein bisschen geholfen. Und ohne "deutsche Autobahn-Raststättenromantik" komme ich selten nach Hause ;-)
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Auch wenn es von der Seite digitalkamera.de nicht mehr möglich ist eine Statistik zu erstellen, habe ich das Gefühl, dass sich an der irren Vorstellungsfrequenz neuer Objektive kaum etwas geändert hat. Ich glaube, es war 2023. Da wurden in einem Jahr = 52 Wochen sage und schreibe 104 neue Objektive präsentiert. 2 — ZWEI — Objektive pro Woche! Schon damals fragte ich mich, wer das ganze Zeug nicht nur kaufen, sondern auch benutzen soll/will???
Jetzt zum Jahreswechsel 2025/2026 das gleiche Bild!
Wenn ich mir die 1:1 Ausschnitte der 45 Megapixel anschaue. Wie viel Schärfe bräuchte ich denn noch mehr, als das, was das Nikon Normalobjektiv 55 Jahre nach seiner Produktion liefert? Ich spreche jetzt nicht von Autofokus! Ja, und bei Altglas muss ich mit Arbeitsblende fotografieren. Was bei den gezeigten Motiven überhaupt keine Rolle spielte. Kouichi Ohshita von NIKKOR - The Thousand and One Nights gab zum Besten, dass er mit dem 2/50 mm Nikkor am liebsten nur mit Offenblende f/2 oder mit f/4-5,6 fotografiert … Gut, ich hatte teilweise f/8.
Ralf Jannke, Januar 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 10.01.2026 |























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