CCD-Sensoren

Eine revolutionäre Entdeckung gelang 1969 den Amerikanern Willard Boyle und George Smith. Sie hatten Halbleiter-Speicherbausteine entwickelt, bei denen die Speicherzellen matrixförmig angeordnet sind und bei denen die Ladungen zeilen- oder spaltenweise verschoben werden können. Die gespeicherten Daten können dadurch an einer Ecke des Bausteins Zelle für Zelle ausgelesen werden. Dieser Baustein wurde CCD (Charge Coupled Device, ladungsgekoppeltes Bauteil) genannt. Besonders interessant war ein zuvor gar nicht beabsichtigter Effekt, nämlich die Lichtempfindlichkeit des CCD. Wurden zunächst alle Speicherzellen gelöscht und diese dann anschließend belichtet, füllten sich diese durch den Fotoeffekt mit Ladungsträgern - und zwar abhängig von der einfallenden Lichtmenge. Nach der Belichtung konnte dann das „Ladungsbild“ Zelle für Zelle ausgelesen, digitalisiert und gespeichert werden. Das CCD war damit ein idealer Bildaufnehmer für die elektronische Weiterverarbeitung.