MAMIYA family mit Nippon Kogaku NIKKOREX-Wide 1:5.6 – Nachtrag

Nippon Kogaku, Nikon NIKKOREX Tele- und Weitwinkelvorsätze

Im Beitrag mit der Überschrift: "Familienfoto Minolta ER, Mamiya family, PORST autoflex (= Mamiya Auto-Lux 35) mit Nikon/NIKKOREX Weitwinkelvorsatz" tauchte sie nur kurz auf, die MAMIYA family. 

Eigentlich wollte ich die MAMIYA family nach der Minolta ER und der Porst autoflex auch mit dem Nipon Kogaku NIKKOREX-Wide 1:5.6 (35mm) bestücken, stellte dann aber fest, dass ich die family längst für Christian Zahns Optiksammlung gestiftet hatte. Was aber kein Problem war, da Christian und ich häufig alte Kameras austauschen. Und so kam die MAMIYA family zum Ausprobieren nochmal nach Bonn.

Einen Film habe ich mit der family dann doch nicht belichtet

Bei genauer Kontrolle stellte sich raus, dass der Verschluss nur noch mit 1/250 s läuft. Immerhin funktionierte die Blende. Man hätte also theoretisch einen Film belichten können, was aber bei 8 Euro für den Farbfilm und 8 Euro für Entwicklung und Digitalisierung einfach zu teuer war. Und ohne zu wissen, ob die 1/250 s denn wirklich 1/250s war. Mit mehreren Blenden fotografiert, wäre sicher was rausgekommen …

Beim Einlegen eines Dummy-Films war klar: Das wird nichts. Beim Transportieren für die ersten drei Leerschüsse fing der Transporthebel an zu blockieren. Also: Finger weg und Schluss!

Es ging aber auch einfacher ohne Film-Extrakosten

Um zu testen ob der Nipon Kogaku NIKKOREX-Wide 1:5.6 (35mm) denn mit der MAMIYA family besser harmoniert als mit der Minolta ER — ganz miserabel — oder deutlich besser mit der Porst autoflex, reichte ein erster Blick in den family Sucher. Zumindest dort keine Randbschattung mit dem NIKKOREX-Wide 1:5.6! Wobei die Sucher derartiger SLRs nie 100 Prozent anzeigen. Das war/ist unter anderem der Nikon F- und Canon F-1-Reihe vorbehalten. Sollte dabei ein Rest Vignettierung vorhanden gewesen sein, wäre der ohnehin im 9x13 cm Papierabzug verschwunden …

Als zusätzliche Kontrolle zum Sucherblick hatte ich noch die Einstellscheibe meiner Canon F1 auf die Filmbühne der MAMIYA family gelegt: keine Vignettierung!

Und damit geht die family dann wieder zurück in Christians Optiksammlung.

Farbnegativfilm ist teuer und auf SW-Selbstverabeitung hatte ich gerade keinen Bock …

Bildkontrolle mit Mattscheibe …

Da die Sucherscheibe meiner Canon F1 zu wertvoll ist, habe ich nur dieses Foto gemacht. Bevor die Einstellscheibe beim unvorsichtigen Hantieren auf den Boden fällt … 

Im Sommer Fortsetzung mit Film!

Im Sommer wartet eine TOPCON PR II auf mich. In den USA auch als DeJur Decon SR im Verkauf. Die PR II von 1960 war der Nachfolger der TOPCON PR vom 1959.

Englische Bedienungsanleitung zur PR/II

Genau in der gleichen Machart, wie die Mamiya/Nikkorex SLRs, die Minolta ER, die Mamiyas inklusive der Porst autoflex: Eine weitere Spiegelreflexkamera mit fest montiertem Normalobjektiv und Zentralverschluss. Auch die TOPCON PR/II bot einen Tele- und Weitwinkelvorsatz. Das Filtergewinde des Tokyo Kogaku Topcor 1:2.5 f=5cm beträgt 40,5 mm. Heißt der NIKKOREX-Wide 1:5.6 (35 mm) mit seinem 40,5 mm Gewinde geht zum Spielen mit in die Sommerferien ;-)

Wie das harmoniert, wird dann der Sommer zeigen. Am Grundobjektiv der TOPCON PR II wird die Abbildungsqualität sicher nicht scheitern. Meine drei Topcon Festbrennweiten Auto-Topcor 1:2.8 f=3.5cm, Auto-Topcor 1:1.8 f=5.8cm und Tokyo Kogaku Japan RE Auto-Topcor 1:3:5 f=13,5 cm für die TOPCON RE-2 und zum Adaptieren sind sehr gut.

Ralf Jannke, Mai 2026

 

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