Panasonic FZ50 und FZ18 Funktionstest 2026 von Christian Zahn
Die beiden Superzoom-Bridgekameras von Panasonic hatte ich Anfang 2021 kurz nacheinander mit allen technischen Daten präsentiert, zum Jahreswechsel 2025/2026 habe ich sie jeweils auf einen kurzen Fotoausflug mitgenommen.
- https://www.digicammuseum.de/gechichten/erfahrungsberichte/panasonic-lumix-dmc-fz50-c-zahn/
- https://www.digicammuseum.de/gechichten/erfahrungsberichte/panasonic-lumix-dmc-fz18-c-zahn/
Besonderheiten
Die FZ18 ist ein Jahr nach der FZ50 auf den Markt gekommen, auch wenn die niedrigere Typenbezeichnung etwas anderes vermuten läßt. Ihr Objektiv ist etwas weitwinkliger (28 statt 35mm) und hat auch etwas mehr Telebrennweite (504 statt 420mm), im Gegenzug sank aber die Auflösung von 10 auf 8 Megapixel. Und obwohl die UVP der FZ50 etwas niedriger war, wirkt sie wertiger, die ca. 30 Euro teurere FZ18 wirkt billig gemacht, sie verbirgt ihr Kunststoffkleid nur wenig.
Beide Kameras wurden in Japan gebaut. Die Zoomverstellung der FZ18 erfolgt wie bei Kompaktkameras mit einem Zoomhebel um den Auslöser, die FZ50 hat einen echten, weil rein mechanischen Brennweitenverstellring um das Objektiv.
Der Akku ist bei beiden Kameras gleich, er wird auch in etlichen anderen Panasonic/Leica-Bridgekameras benutzt.
Die FZ50 war in Schwarz und Silber erhältlich. Eine fast baugleiche Version, jedoch mit anders abgestimmten Bildparametern, wurde von Leica als V-Lux 1 für ca. 800 Euro verkauft.
RAWs werden immer parallel mit einem JPEG gespeichert. Es ist kein interner Flash-Speicher vorhanden, eine SD-Karte muß eingelegt sein. Beide Kameras verstehen SDHC-Karten bis 32 GB.
Der Sensor der FZ18 ist erheblich kleiner als der in der FZ50 verbaute (1/2,5“=5,8x4,3mm, Pixelpitch 1,8µm, 8 Megapixel zu 1/1,8“=7,2x5,3mm, Pixelpitch 1,9µm, 10 Megapixel).
Beide Modelle nutzen einen Videosucher und ein Display, die Umschaltung erfolgt nur auf Tastendruck, nicht automatisch.
Im Sucher können Gitterlinien, Histogramm und Clipping-Anzeigen sowie ausführliche Bildparameter-Informationen eingeblendet werden. Die Bildwiedergabe nach jeder Aufnahme zoomt auf Wunsch kurz in die vergrößert dargestellte Bildmitte, um die Bildschärfe genauer kontrollieren zu können. Das ist auch dringend nötig, denn sowohl Sucher als auch Display lösen recht grob auf, die 230.000 Subpixel entsprechen nur etwa 320x240 Farb-Triplen (also nur 1/4 der VGA-Auflösung).
Der Monitor der FZ50 kann geschützt mit der Anzeigeseite zur Kamera gerichtet eingeklappt werden, er kann auch um 270° gedreht werden. Für „Selfies“ kann er nach vorne gerichtet werden, sitzt dann aber unterhalb der Kamera und wird vom Stativ verdeckt. Die FZ18 hat ein fest eingebautes Display.
Der Gehäuseblitz ist fest angebaut und klappt nur durch Betätigung einer mechanischen Taste aus, in Programm-Automatik wird auf die notwendige Blitzabschaltung durch ein rot Blinkendes Symbol im Sucher hingewiesen.
Leider muß die Streulichtblende bei der Blitz-Benutzung abgenommen werden, da es sonst zu Abschattungen im Bild kommt. Die Blitzbelichtungsmessung erfolgt TTL mittels Vorblitz. Der Blitzschuh mit seinen TTL-Zusatzkontakten der FZ50 ist mit den Olympus/Panasonic/Leica-Blitzen der FT/mFT-Systeme kompatibel, die FZ18 muß ohne Blitzschuh auskommen.
Die UVP der Panasonic DMC-FZ50 betrug etwa 450 Euro. Der heutige Gebrauchtpreis liegt bei ca. 25-50 Euro je nach Zustand und Lieferumfang.
Der UVP der Panasonic DMC-FZ18 betrug etwa 480 Euro. Der heutige Gebrauchtpreis liegt bei ca. 15-40 Euro je nach Zustand und Lieferumfang.
Beide Beispielaufnahmen entstanden bei 100 ASA, gespeichert als RAW, gewandelt mit Adobe Camera RAW, bearbeitet mit Photoshop CS4. Die Größe wurde auf 1500 Pixel bikubisch verkleinert. Schärfe, Verzeichnung, Vignettierung, Gradationskurve usw. wurden bearbeitet.
Fazit 2026
Während sich die FZ50 völlig problemlos in Betrieb nehmen ließ, erforderte die FZ18 mehrfaches Karteneinlegen, bis auf die Karte geschrieben werden konnte. Vermutlich waren die Kontakte durch die lange Liegezeit von fast 5 Jahren etwas korrodiert.
Obwohl die FZ18 später auf den Markt kam und teurer war, ist die FZ50 die bessere Kamera, sie hat mehr Megapixel, ein deutlich wertigeres Anfaßgewühl und einen TTL-Blitzschuh, einen richtigen Zoomring sowie ein Klappdisplay. Nur ein Merkmal der FZ18 ist besser: sie hat mehr Weitwinkel und mehr Telebrennweite.
Ich habe beide Kameras an einem recht bedecktem Wintertag verwendet, dank optischem Bildstabilisator entstanden weitgehend unverwackelte Aufnahmen, auch im Telebereich. Die Bildqualität wegen recht geringer Auflösung heutzutage nichts Besonderes mehr, eventuell hätte ein Entrauschen mit KI-Programmen etwas mehr „Biss“ in die Bilder gebracht. Beide Kameras kommen zurück in ihre Aufbewahrungen und werden nun wieder etliche Jahre bis zur nächsten Benutzung „schlummern“ dürfen.
Christian Zahn, Januar 2026
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| Autor: | Christian Zahn |
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| Erstellt: | 16.01.2026 |





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