Tethern, das Fernsteuern einer Kamera
Tethern mit drahtloser WLAN-WiFI-Verbindung Kamera/Rechner oder Smartphone/Tablet oder per USB-Kabel von der Kamera zu einem Rechner. Zur möglicherweise noch exakteren Motiveinpassung und zur Fern-Steuerung der Kamera. Zum Beispiel bei statischen Sachaufnahmen. Studio, Tabletop und dergleichen. Das setzt natürlich voraus, dass die Kamera diese Möglichkeiten überhaupt bietet. Der Hintergedanke war eine Kamera zu steuern, die aufgrund des (gar nicht so hohen) Alters eben nicht per USB und entsprechender Software fernzusteuern ist.
Die Rede ist erneut von meiner 2023 das erste Mal gewürdigten spiegellosen Systemkamera Nikon 1 V3. Realistisch ein Totalschaden. Ich konnte nicht widerstehen, diese wirklich schwer beschädigte spiegellose Nikon DSLM der Einser-Serie für 10 Euro mit in meine Sammlung aufzunhmen. Um ihr dann tatsächlich doch ein paar Bilder abzuringen!
Im Beitrag: „Aussichtslose Linsen- und Sensor-Reparaturversuche an zwei Totalschäden“ tauchte die Nikon 1 V3 dann erneut auf. Um ihr dann nach Sensor-„Modifizierung“ ein paar weitere „Kunscht“-Fotos abzuringen.
Neben dem schweren mechanischen Schaden ist der völlige „Blindflug“ der Nikon 1 V3 das bald noch größere Problem. Ich kann an der V3 per Modusrad auf der Kameraoberseite nur die grüne Vollautomatik wählen, die dann alles automatisch wählt: ISO, Verschlusszeit, Blende, Autofokuseinstellung, JPEG-Qualität und so weiter. Die Menü-/Einstellmöglichkeiten der Kamearückseite nützen nichts, weil der Monitor bis auf einen winzigen 1 mm Streifen „tot“ ist.
Gibt es nicht doch noch eine Möglichkeit, die V3 einzustellen, zu steuern?
Doch die gibt es! Es war wirklich Betriebsblindheit — oder: Den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen! Die Nikon 1 V3 und viele andere Systemkameras haben einen HDMI-Ausgang! Und so wurde die V3 mit einem passenden Kabel kurzerhand an die heimische FullHD-Glotze angeschlossen.
BINGO!
Augenblicklich erschien das Gewünschte auf dem TV-Monitor! Liveview, Menü, Einstellungen, Kurz ALLES! Die WiFi-Möglichkeit der V3 hätte ich sofort ausprobiert, wenn der Sensor nicht so beschädigt wäre. Vielleicht mache ich in der dunklen Jahreszeit nochmal einen Versuch, den Sensor mit Aceton abzuwaschen, um dann zu versuchen eine noch dünnere Lackschicht aufzutragen. Jetzt beginnt aber erstmal der Fotofrühling!
Das war aber noch nicht alles!
Ist doch da noch eine zweite Einser-Nikon, die nicht ganz so kaputt ist wie die V3: Eine Nikon 1 J3
Auch die konnte ich genauso "tethern" wie die Nikon 1 V3. Alles Gewünschte auswählen und einstellen!
Das Ganze war dann natürlich nur eine Spielerei, eine technische Herausforderung, die aber Spaß gemacht hat. Und es funktioniert ja nur vor Ort via Kabel. Aber sie Voreinstellungen sind ja schon eine große Hilfe.
Und die Motiverfassung ohne E-Sucher und Monitor?
Machen wir's halt analog ;-) Wie zu frühen Leica-/ Contax Messsucherzeiten, wo mit derartigen Aufsteck-Revolversuchern gearbeitet wurde.
Zum "richtigen" Fotografieren mit den Einser Nikons greife ich dann aber doch lieber zur einwandfrei laufenden V1 oder V2!
Ralf Jannke, März 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 19.03.2026 |







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