Oben abgebildet 2 Exemplare der amerikanischen Messsucherkamera Argus C-3. Die eine komplet mit dem 50 mm Normalobjektiv, die andere nicht ganz komplett mit dem hier vorgestellten und eingesetzten 35 mm Enna. Die Argus C-3 bekommt ihren eigenen Erfahrungsbericht!
Ich liebe Objektive, wie dieses Aluminium ENNA. Was da als M42 Anschluss deklariert war, war vollkommen verkehrt. Die amerikanische Argus Messsucherkamera hat einen Gewindeanschluss für Wechselobjektive. Aber weder M42, noch Leica M39. Es ist irgendetwas zwischen 33 und 34 mm. Was aber nichts macht, da das Argus Sandmar fast spielfrei und plan in den vorhandenen M42-/Nikon Z-Helicoid passt. Ich habe das Objektiv zum ersten Bespielen und für meinen in diesem Fall "Grunge"-Geschmack vielversprechenden Fotos – siehe unten – lediglich mit ein paar Lagen Klebeband gegen ein Herausfallen gesichert. Um dann einen Adapter zu ordern, der ewig auf sich warten ließ …
Eine Investition, die ich mir hätte schenken können! Denn der 33-auf-42 mm Adapter konnte nicht passen, weil da metrisch 33x0,75 mm auf irgend ein "krummes" US-Inch-/Zoll-Maß anderer Gewindesteigung trafen. Eine viertel Umdrehung und klemmen … Egal, die Herangehensweise mit dem Adapter war eh unsinnig. Das 35 mm Enna läge, selbst wenn der Adapter gepasst hätte — viel zu weit vorne. Also wären Fotos nur im Nahbereich möglich.
Ich habe es schließlich wie auf dem Foto oben gemacht und das Enna einfach in den M42-/Nikon Z-Helicoid geklebt. Hält sicher und der Fokus geht zuverlässig von Unendlich bis in den Nahbereich.
Zum Objektiv
Das Argus Sandmar wurde in der frühen Nachkriegszeit im besetzten Deutschland vom Enna Werk in München für die zwischen 1939 und 1966 gebaute amerikanische Messsucherkamera Argus C3 produziert. Daher auf dem Objektiv auch der Zusatz "U.S. Zone Germany". Der optische Aufbau ist simpel, es ist ein klassisches, dreilinsiges Cooke-Triplet.
Damit ist dieses Objektiv in bester Gesellschaft!
Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich ein vergleichbares Staeble-Werk Choro 1:4.5/35 -R- an Bord genommen. Um diesen Dreilinser quasi vor Abfahrt in die Sommerferien auf die Fuji X-E1 zu adaptieren.
Jetzt also mein zweites Weitwinkel-Triplet
In diese Richtung geht auch meine Rarität ITOHKOGAKU HIGON f=35mm 1:3.5, wobei dessen Aufbau nicht bekannt ist! Vermutlich kein Dreilinser …
Zur Erstmontage wurde das Argus Sandmar mit mehreren Lagen Isolierband umwickelt, bis es sicher gegen Rausfallen, "spack" im M42-/Nikon Z-Helicoid sitzt. Überstehendes Isolierband wurde sauber mit einem scharfen Teppichmesser abgeschnitten, damit das Objektiv plan aufliegt. Sonst gibt es kein Unendlich. In der Form kann die Kombination problemlos zwischen Nahbereich (nicht gemessen) und Unendlich fokussiert werden!
Zum Mittelformat ASAHI OPT. CO. JAPAN (Pentax) SUPER-TAKUMAR/6x7 1:2.4/105
Spezifikation
- Vorstellungsjahr 1969
- Abmessungen/Gewicht: Ø 91,5 mm, Länge 60 mm, Filter Ø 67 mm, 628 g
- Optischer Aufbau 6 Linsen in 5 Gruppen
- Kleinste Blende f/22
- Nahdistanz 1 m
Bisher kaum gewürdigt in:
Hier liegt eine Reproduktion des Prospekts über das Pentax 67 System
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Dieses dreilinsige 35 mm Enna ist eigentlich viel zu gut! Erwünschte Schwäche nur bei Innenaufnahmen mit Gegenlicht. Das wäre das perfekte Objektv zum Filmen, wenn es um den alten Look geht! Die Abbildungsschärfe ist tadellos.
Und das 105 mm Mittelformat-Pentax? Hat nur den Nachteil der Abmessungen und des Gewichts. Bisher völlig unterbewertet. Was sich noch ändern wird, da die 6x7 Mittelformat Pentax in Zukunft mit Farbnegativfilm geladen werden kann, da die Scheu, Angst gegen die Farbentwicklug diesen Sommer (2026) verflogen ist!
Ralf Jannke, Juli 2026
Neuen Kommentar schreiben
| Autor: | Ralf Jannke |
| Mail senden | |
| Erstellt: | 20.08.2026 |



































Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!