Canon EOS R100 mit adaptiertem Nikon NIKKOR 50mm 1:1.8, SIGMA AF 14mm 1:3.5 und Canon FD MF Objektiven

Gegönnt habe ich mir für die Canon EOS R100 jetzt noch den Nikon F-/R- und den Canon FD-/R-Adapter für die vielen schönen Canon und Nikon MF Objektive.

Auch wenn da noch zahlreiches „Altglas“ mit

  • Exakta-/Topcon-
  • Leica M-/M39-Leica-Schraub-
  • M42 Schraub-
  • Minolta SR-/MC-/MD-
  • Pentax K-
  • und Olympus OM-

Anschluss vorhanden ist. Für diese Objektive habe ich Adapter für Fuji X, Nikon Z und Olympus mFT-Kameras. Für die Canon EOS R100 einstweilen „nur“ Canon FD/FL und Nikon F.

    Bevor es losgeht, noch ein schneller Anpassungstest Canon FD und newFD auf Canon EOS R

    Funktioniert tadellos! Details, die auch auf die Nikon F Adaption auf EOS R zureffen, später im Text. Der (new)FD-/R-Adpter geht zum Spielen mit in die Herbstferien.

    Den "richtigen" Anfang macht ein braves Normalobjektiv, von dem ich nicht mehr weiß, wie es in meine Sammlung kam. Ich vermute, es kam von einem Flohmarkt. In praktisch Neuzustand! Und seidem nie benutzt. Es brauchte einen Augenblick, das 50 mm Nikkor zu klassifizieren.

    Mit Hilfe der Seite Nikon Lens Versions and Serial Nos wurde das Objektiv schließlich als Nikon NIKKOR 50mm 1:1.8 klassifiziert.

    Spezifikation

    • Produktionsstart 1986
    • Abmessungen/Gewicht: Ø 63,5 mm, Länge 36,5 mm, Filter Ø 52 mm, 145 g
    • Optischer Aufbau 6 Linsen in 5 Gruppen
    • Die Blende besteht aus 7 Lamellern, kleinste Blende f/22
    • Nahdistanz 0,6 m

    Vom Aufbau identisch!

    Vom Erscheinungsbild kann es glatt mit dem NIKON LENS SERIES E 50mm 1:1.8 "New", 2. Version verwechselt werden. Die erste Serie E-Version ist seit 2018 in meinem Besitz und wurde auf einigen Kameras eingesetzt:

    Diese beiden Serie E Varianten und das 50 mm AIS kann man aufgrund ihrer Bauhöhe als "Pancake" bezeichnen.

    Nach Montage der Objektive in die entsprechenden Adapter stieg die Spannung

    Wie gut lässt sich diese Festbrenwweite und später weitere Objektive mit Nikon F-Bajonett oder Canon FD Linsen auf der Canon EOS R100 manuell fokussieren?

    Objektiv montiert, durch den Sucher geschaut, ausgelöst – NICHTS :-(

    Die Kamerahersteller müssen sich abgesprochen haben, die Möglichekeit "Auslösen ohne Objektiv" sorgsam in den (Unter-)Menüs zu verstecken ;-) Entsprechend aktiviert, bzw. de-aktiviert, konnte es losgehen. Für Kantenanhebung, das Fokuspeaking wurde die höchste Empfindlichkeit und aus Gewohnheit die Farbe Rot gewählt. Um die Schärfe dann final zu kontrollieren, wurde noch die Sucher-/Monitorbildvergrößerung gesucht und gefunden. Dabei schaltet sich das Fokuspeaking dann ab, was blöd ist! Es ist aber trotzdem sehr nützlich. Zur letzten Schärfenkontrolle! 

    Bisher setzte für mich Nikon mit der Z6/7 den Maßstab fürs präzise manuelle Fokussieren

    Besonders, was die Kantenanhebung, das sog. Fokuspeaking angeht. Auch im Sucher-/Monitor-Zoom! Keine meiner restlichen spiegellosen Systemkameras kommt (für mich) bis jetzt an die MF-Präzision meiner Z-Nikons ran. Was sich jetzt mit der kleinen Einsteiger Canon R100 zumindest teilweise geändert hat.

    Obwohl sie kein Fokuspeaking bietet, ist die Olympus OM-D E-M5 bei mir an zweiter Stelle, was das manuelle Fokussieren betrifft. Vom reinen Ablauf besser als die OM-D E-M1, obwohl die Kantenanhebung bietet. Danach folgen meine betagten Fuji X-E1 und X-E2. Deren Möglichkeit einen elektronisches Schnittbild zu aktivieren, ist für mich reiner Mumpitz. Die MF-Fokussierung der Sony NEX-6 könnte gut sein, wenn mein Finger beim ersten Versuch nicht jedesmal vergeblich die Aktivierung suchen müsste. Die sich trotz umfangreicher Menü-Möglichkeiten nicht auf einen problemlos erreichbaren Funktionsknopf legen lässt.

    Noch eine Bemerkung zum Fokuspeaking

    Ich kann das jetzt nur für meine beiden Z-Nikons beschreiben. Fokuspeaking/Kantenanhebung — bei mir immer in der Farbe Rot — ist nützlich, aber. Sicherheit, dass der Fokus wirklich auf dem gewünschten Punkt sitzt, gibt nur die Kombination Kantenanhebung und Sucher-/Monitorbildvergrößerung. Allzuoft habe ich die Beobachtung gemacht, dass rot leuchtende Motivkanten absolut kein Garant für perfekt sitzende Schärfe sind!

    Mich würde sehr interessieren ob unsere Leser ähnliche Beobachtungen gemacht haben. Nicht nur bei Nikon, sondern auch den anderen DSLM-Anbietern, egal, wie groß der Swnsor ist.

    Beispielfotos zum Start zunächst nur mit dem 50 mm Nikon Pancake. Erster Versuch auf der Terrasse: 1:1 Crop, 4.107 x 2.738 = 11,2 Megapixel

    Damit hätte ich die Testerei eigentlich schon beenden können ;-)

    Gut, es war vom Stativ aus, aber Kantenanhebung/Fokuspeaking funktionierten wie gewünscht. Zur letzten Kontrolle unterstützt durch die Sucherbildvergrößerung.

    Nikon NIKKOR 50mm 1:1.8, 24 MP, 1:1 Crop

    50 mm 1.800 Pixel

    Nur ein 50 mm Normalobjektiv war mir zu langweilig. Also noch das SIGMA AF 14mm 1:3.5 in die Fotoweste gesteckt

    Ich habe das Sigma in entsetzlich klebendem Zustand im Sommer 2025 erworben. Nach einer entsprechenden "Ent-Klebung" ist das 14 mm Ultraweitwinkel auf allen Sensorformten bestens einzusetzen: Das SIGMA AF 14mm 1:3.5 auf der Halbformat Nikon D50, FUJIFILM FinePix S3Pro, D300 und der Vollformat Nikon Z7

    Um korrekt zu sein, das 14 mm Sigma entspricht auf der Canon mit ihrem Cropfaktor 1,6 einem KB-äquivalenten 22,4 mm Objektiv. Wobei die Canon EOS R100 fordert. Die Pixeldichte ihres 24 MP APS-C-Halbformatsensors entspricht hochgerechnet auf 24 x 36 mm Kleinbild 61 Megapixel!

    14 mm Sigma, 1.800 Pixel — bis auf das letzte Foto, bitte beachten!

    Aufgrund des Hochformats das letzte Foto mit dem 50er hier eingereiht aber extra beschriftet!

    Qualitäts- und sonstiger Eindruck

    Ich sage nur eins: Preis/Leistung! Absolut überzeugend, was das 50 mm Nikkor und die kleinste Canon EOS R100 da bieten! Und das 14 mm Sigma? Mehr Bildwinkel kann man für 75 Euro nirgends bekommen!

    Ralf Jannke, Oktober 2026

     

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