Canon EOS R100 mit MINOLTA W.ROKKOR - QH 1:4 f=21mm – Schnell-Check
Nach den Adaptern für Nikon F-auf-Canon EOS R und Canon FD/FL-auf-Canon R wollte ich dann doch noch den Adapter Minolta SR/MC/MD-auf-Canon R. Unter anderem für:
Mein interessantestes Minolta-Objektiv
Um auf große Bildwinkel zu kommen, wie sie 19/20/21 mm Superweitwinkelobjektive bieten, mussten in den 1960er Jahren noch einige Klimmzüge gemacht werden. Während der Einsatz derartig kurzer Brennweiten auf der Messsucherkamera kein Problem war, musste die Spiegelreflexkamera hier zunächst passen. Grund: Die 19/20/21 mm Objektive waren so gebaut, dass ihr hinterer Tubus weit ins Kameragehäuse bis kurz vor den Verschluss ragt. In der Messsucherkamera kein Problem, in der Spiegelreflexkamera unmöglich: Der Spiegel ist im Weg.
Vor Erfindung der so genannten Retrofokus-Weitwinkelobjektive half man sich bei der SLR damit, dass der Spiegel vor Montage des entsprechenden Superweitwinkelobjektivs einfach hochgeklappt und verriegelt wurde. Damit war die exakte Motiveinpassung/Schärfekontrolle im Spiegelreflexkamerasucher natürlich weg. Wie bei der Messucherkamera musste das Motiv durch einen gewöhnlich in den Blitzschuh einschiebbaren Durchsichtsucher mit weniger Präzision erfasst werden. Und die Belichtung musste extern gemessen werden.
Von diesen frühen Superweitwinkelobjektiven habe ich zwei Vertreter. Das Nippon Kogaku Japan NIKKOR-O 1:4 f=2.1cm, das zwei entsprechende Praxisbeiträge bekam:
- 2020: 4/2,1 cm (21 mm) Nikkor von 1959: Das einzige Objektiv, das sich nicht "digitalisieren" lassen will …
- Leider ist das 2,1 cm Nikkor von 1959 aufgrund der Bauweise digital nicht adaptierbar — was am Ende aber doch mit Einschränkungen funktionierte
Dazu gesellt sich das MINOLTA W.ROKKOR - QH 1:4 f=21mm, was im Unterschied zum Nikkor praktikabel und benutzbar ist.
Und auf einige DSLMs adaptiert werden kann. Und im Fall der spiegellosen Digitalkamera wie jedes beliebige MF-Objektiv eingesetzt werden kann. Im Unterschied zur spiegellosen Messsucherkamera mit voller E-Sucher oder Monitorbenutzung, bei Bedarf mit Belichtungszeitautomatik und vor allen Dingen der Möglichkeit mit den Hilfen der DSLM wie Sucherbild- und Monitorvergrößerung sowie Kantenanhebung (Fokus-Peaking) perfekt fokussiert zu werden.
- So ging das 21 mm Minolta im Sommer 2022 das erste Mal auf die 24 Megpixel Vollformat Nikon Z6
- Um im Herbst 2023 noch weiter in der Auflösung gesteigert zu werden — auf sie 45 Megapixel der Nikon Z7
- Diesen Sommer 2026 habe ich das MINOLTA W.ROKKOR - QH 1:4 f=21mm versuchsweise und mechanisch erfolgreich auf die 18 MP Halbformat Canon EOS M10 adaptiert
Die im Unterschied zu meinen anderen spiegellosen Viertel- und Halbformat-Kameras, genügend Platz zur Adaptierung des 21ers bietet. Bei den anderen Kandidaten stößt der Hinterlinsentubus an Fassungsteile. Der Sensor ist jeweils nicht in Gefahr! Auch bei der EOS R100 ist das 21 mm Minolta gefahrlos adaptierbar! Bei dem bei Canon etwas höheren Cropfaktor von 1,6 entspricht das 21 mm Weitwinkel allerdings nur KB-äquivalenten 33,6 mm.
Übrigens: Mit seiner spiegellosen M-Reihe hat Canon es geschafft, dass deren Objektive inkompatibel zur R-Reihe sind … Denn gerne hätte ich das stabilisierte 15-45 EF-M mit STM-Antrieb auf der EOS R100 mitverwendet. Ist nicht :-(
Der Abstand zwischen dem Objektivbajonett und dem Sensor (Auflagemaß) beträgt bei Canon EOS M genau 18 mm. Bei Canon EOS R beträgt dieser Abstand jedoch 20 mm. Ein EOS M Objektiv müsste für ein scharfe Abbildung 2 Millimeter tief im Inneren des EOS R Kameragehäuses sitzen. Außerdem ist das EF-M Bajonett vom Außendurchmesser breiter als die Innenöffnung des RF-Bajonett-Eingangs. Man kann das Objektiv also nicht tiefer in die Kamera hineinbauen. Ein Adapter Korrekturlinsen enthalten, um das Bild überhaupt auf den Sensor zu projizieren. Das baut kein Hersteller!
Ein von Lomography angebotene M-Mount Objektiv auf Canon R Adapter ist irreführend benannt. Bei Leica M-Mount Objektiv auf Canon R wäre es auf den ersten Blick klar, dass nur das LEICA-M-Bajonett gemeint ist!
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Auch hier gibt es eine gewisse Rest Randabdunkelung/Vignettierung. Die man rausrechnen könnte. Ich habe drauf verzichtet. Das 21 mm Minolta harmoniert mit der EOS R100 viel besser als mit der EOS M10!
Dadurch, dass der Tubus des 21ers in Adapter und Gehäuse verschwindet, wird das Minolta Superweitwinkel fast zum Pancake. Diese unauffällige Kombination mit ordentlich Bildwinkel geht sicher nochmal auf Fototour!
Ralf Jannke, Oktober 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 19.10.2026 |











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