Als großer Anhänger historischer Superweitwinkelobjektive habe ich keinen Blick auf die modernen, teuren (!) 10, 12, 14, 15 mm Festbrennweiten oder 11-24 mm, 14-24 mm Zooms übrig, die je nach Hersteller, Bauweise auch das Vollformat auszeichnen. Von deren Kosten ganz abgesehen. Gegen diese modernen Ultraweitwinkel(zoom)objektive sind historische 20/21 mm Objektive aus den den 1960er/70er Jahren mal gerade „starke“ Weitwinkel. Die heute aber gewollte Unperfektheit, Chrakter und Stil bieten.
Wollte ich elektronisch durchkorrigierte Abbildungsqualität, würde ich zu meinem „schwimmfähiges Plastik“-Zoom greifen. Die Rede ist vom Nikon DX VR AF-P NIKKOR 10-20mm 1:4.5-5.6G. Ein völlig unterschätztes Zoom, ein regelrechter Geheimtip! Mit KB-äquivalenter Brennweite 15-30 mm!
- 2021 zur 20 Megapixel Nikon Z50 gekauft und seitdem im Bestand!
- Das 10-20 mm läuft auch bestens auf der 16 Megapixel Vollformat DSLR Nikon D4, die bei Einsatz dann ins DX-Format mit rund 11 Megapixel Auflösung umschaltet
Wäre mehr Auflösung gefordert, ginge das 10-20 per FTZ-Adapter einfach auf die 45 Megapixel Nikon Z7, wo ich im DX Modus dann 20 Megapixel habe. Für meinen Fotojahreskalender und das „Best-of-Fotobuch“ völlig ausreichend.
Jetzt zu den Superweitwinkel-Methusalems.
So habe ich in der Vergangenheit ganz bewusst zu diesen drei Oldtimern gegriffen, mit denen auch das kleine Tableau fotografiert wurde. Mit den gewollten, erhofften Blendensternen, Gegenlichtreflexen und so weiter
- Ostern 2024 ging das 1971 vorgestellte AUTO TAMRON 1:3.5 f=24mm auf der Nikon Z7 zur Kurzreise
- Im Herbst 2024 ging das 1968 vorgestellte Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD 1:3.5 f=20mm auf der Nikon Z7 mit
- Und im Sommer 2025 war wieder das AUTO TAMRON 1:3.5 f=24mm auf der Nikon Z7 dran
- Dazu gesellt sich noch ein WIDE AUTO 1:2.8 f=25mm des fast unbekannten Herstellers SESNON , der Sommer 2025 auf eine kleine Bootsreise ging – auf der Z7
- Nicht vergessen darf ich das großartige MINOLTA W.ROKKOR - QH 1:4 f=21mm
- Und das historische Nippon Kogaku Japan NIKKOR-O 1:4 f=2.1 cm von 1959!
Spezifikation
- Vorstellungsjahr 1970 (angeblich soll es von 1971-1973 3 Versionen gegeben haben)
- Abmessungen/Gewicht: Ø 84 mm, Länge 55 mm, Filter Ø 82 und 17 mm (Hinterlinse), 332 g
- Optischer Aufbau 8 Linsen in 6 Gruppen
- Anzahl Blendenlamellen nicht bekannt, kleinste Blende f/16
- Nahdistanz 0,25 m
- Anschluss – siehe oben. Mein Exemplar hat M42
Wikinger-Grabfeld (Schiffssetzung) auf der schwedischen Ostseeinsel Öland und die typische Öland-Mühle, 3.600 Pixel


Weiter unterwegs auf Öland, 3.600 Pixel




Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Das AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm hat genau das geliefert, was ich erhofft hatte.
Fürs Alter — rund 50 Jahre — eine mindestens gute Abbildungsschärfe. Selbst die äußersten Bildecken brechen nicht ein. Den "Mikrokontrast-Unsinn"bezahlter Influencer mal außen vor … Die 45 Megapixel der Vollformat Nikon Z7 haben gefordert. Ein Film, der mit dem 21er belichtet wurde schaffte in den 1970er Jahren vergleichbare 6 Megpixel.
Und neben der guten Abbildungsqualität bei der gewollt falschen/richtigen Kamera-/Objektivposition in Richtung Frühlingssonne lieferte das Tamron die gewünschten Reflexe, Blendensterne und so weiter.
Damit habe ich neben den oben gelisteten, historischen sechs 20-25 mm Superweitwinkelobjektiven eine weitere Alternative. Eigentlich müsste ich das Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD 1:3.5 f=20mm einmal im direkten Vergleich gegen das AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm antreten lassen. Aber ich habe keinen Bock dazu … Ich nehme nach Lust und Laune, Tageszeit, Sonnen- und Mondstand aus der ganz zu Beginn gelisteten Auswahl ;-)
Ralf Jannke, April 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 6.04.2026 |
























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