Historisches Superweitwinkelobjektiv AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm

Als großer Anhänger historischer Superweitwinkelobjektive habe ich keinen Blick auf die modernen, teuren (!) 10, 12, 14, 15 mm Festbrennweiten oder 11-24 mm, 14-24 mm Zooms übrig, die je nach Hersteller, Bauweise auch das Vollformat auszeichnen. Von deren Kosten ganz abgesehen. Gegen diese modernen Ultraweitwinkel(zoom)objektive sind historische 20/21 mm Objektive aus den den 1960er/70er Jahren mal gerade „starke“ Weitwinkel. Die heute aber gewollte Unperfektheit, Chrakter und Stil bieten.

Wollte ich elektronisch durchkorrigierte Abbildungsqualität, würde ich zu meinem „schwimmfähiges Plastik“-Zoom greifen. Die Rede ist vom Nikon DX VR AF-P NIKKOR 10-20mm 1:4.5-5.6G. Ein völlig unterschätztes Zoom, ein regelrechter Geheimtip! Mit KB-äquivalenter Brennweite 15-30 mm!

Wäre mehr Auflösung gefordert, ginge das 10-20 per FTZ-Adapter einfach auf die 45 Megapixel Nikon Z7, wo ich im DX Modus dann 20 Megapixel habe. Für meinen Fotojahreskalender und das „Best-of-Fotobuch“ völlig ausreichend.

Jetzt zu den Superweitwinkel-Methusalems.

Ende 1960er- Anfang 1970er Jahre Superweitwinkel Analog-Style

Diese wunderbaren „Vintage-Lenses“, dieses herrliche „Altglas“ hat jetzt Verstärkung bekommen! Durch das AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm

Spezifikation

  • Vorstellungsjahr 1970 (angeblich soll es von 1971-1973 3 Versionen gegeben haben)
  • Abmessungen/Gewicht: Ø 84 mm, Länge 55 mm, Filter Ø 82 und 17 mm (Hinterlinse), 332 g
  • Optischer Aufbau 8 Linsen in 6 Gruppen
  • Anzahl Blendenlamellen nicht bekannt, kleinste Blende f/16
  • Nahdistanz 0,25 m
  • Anschluss – siehe oben. Mein Exemplar hat M42

Reste der Burg/des Schloss' Lycka aus 1500, Karlskrona, Provinz Blekinge

Wikinger-Grabfeld (Schiffssetzung) auf der schwedischen Ostseeinsel Öland und die typische Öland-Mühle, 3.600 Pixel

Ruine der öländischen Alaunfabrik/-mühle aus 1804

Weiter unterwegs auf Öland, 3.600 Pixel

Reste der Sankt Knut Kapelle unweit der Eisenzeit-Burg Gråborg, 3.600 Pixel

Vorletzter Inselstopp an der "Lerkaka"-Mühlenreihe

Finale des Tagesausflugs: Ehemaliger mittelalterlicher Handelsplatz mit den Resten der Sankt-Birgitta-Kapelle auf der öländischen Halbinsel Kapelludden

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm hat genau das geliefert, was ich erhofft hatte.

Fürs Alter — rund 50 Jahre — eine mindestens gute Abbildungsschärfe. Selbst die äußersten Bildecken brechen nicht ein. Den "Mikrokontrast-Unsinn"bezahlter Influencer mal außen vor … Die 45 Megapixel der Vollformat Nikon Z7 haben gefordert. Ein Film, der mit dem 21er belichtet wurde schaffte in den 1970er Jahren vergleichbare 6 Megpixel.

Und neben der guten Abbildungsqualität bei der gewollt falschen/richtigen Kamera-/Objektivposition in Richtung Frühlingssonne lieferte das Tamron die gewünschten Reflexe, Blendensterne und so weiter.

Damit habe ich neben den oben gelisteten, historischen sechs 20-25 mm Superweitwinkelobjektiven eine weitere Alternative. Eigentlich müsste ich das Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD 1:3.5 f=20mm einmal im direkten Vergleich gegen das AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm antreten lassen. Aber ich habe keinen Bock dazu … Ich nehme nach Lust und Laune, Tageszeit, Sonnen- und Mondstand aus der ganz zu Beginn gelisteten Auswahl ;-)

Ralf Jannke, April 2026

 

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