Eine Herstellerkombination, die vielleicht ein Naserümpfen auslöst, aus fotografischer Sicht aber nicht uninteressant ist. Wenn man bedenkt, was es heute an Super-Ultraweitwinkelobjektiven gibt, sind 28 mm ja noch gemäßigt. Und das 9 cm, 90 mm Leitz? Ebenfalls gemäßigt. Aus dem Brennweitenbereich des Porträt-Teleobjektivs.
Das Tokina ist kein Unbekannter, weil mein zweites Exemplar. In Gesellschaft mit zwei Klonen. Und die unterschiedliche Lichtstärke? Ich vermute, dass das höchstwahrscheinlich baugleiche 28 mm Soligor nur aus Marketinggründen Lichtstärke f/2,8 graviert hat, statt der ungewohnten f/3. Vielleicht erhoffte man sich so einen besseren Verkauf.
Zum 28er gab es diese Beiträge
Nicht wie gewohnt f/2,8 oder f/3,5, nein f/3. Nichts Neues, denn ein erstes, schwer gebrauchtes Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm kam 2020 in meine Sammlung. Zu diesem Zeitpunkt noch/nur auf der 20 Megapixel Halbformat Nikon DSLM Z50 probiert.
2021 ging das Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm schließlich auf die 24 MP Vollformat Nikon Z6.Was sich dort qualitativ nicht mehr verheimlichen ließ. Das 24x36 mm Kleinbild-/Vollformatbildfeld wurde nicht bis in die letzte Bildecke gefüllt. Analog auf Film spielte das keine Rolle, weil die Vignettierung entweder im 9x13 cm Papierabzug oder im Diarahmen verschwand.
Sommer 2024 gesellte sich zum Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm schließlich eine Schwester, ein Bruder oder ein bis aufs Label baugleicher Klon RETRO TESSARIT 1:3 f=28m
Sommer 2025 lief ein weitgehend baugleiches MC SOLIGOR AUTOWIDE 1:2.8 f=28mm auf der Fuji X-E1 und Nikon Z7
Alle Daten in den verlinkten Berichten!
Und hier STOPP
Ich hatte mich gewundert, warum mein zweites Exemplar Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm denn so viel besser zu sein scheint, wie mein erstes Exemplar und seine Soligor und Retro Tessarit Klone. Die Lösung war ganz einfach: Ich Rindvieh hatte mal wieder vergessen, das Bildformat der 45 Megapixel Nikon Z7 von 20 MP DX = 16 x 24 mm, Crop 1,5 auf FX VOLLFORMAT 24 x 36 mm zurückzustellen. Heißt, ich hatte mit 28 x 1,5 = 42 mm Brennweite fotografiert.
Da ich keine Lust hatte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Wikingergräber erneut abzulichten, habe ich auf der Rückfahrt einfach die alten Eichen im Naturschutzgebiet abgelichtet: MIT 28 mm Brennweite. Und sofort waren sie wieder da, die vertrauten schwarzen Ecken des 28 mm Tokyo Koki und seinen Verwandten. Bewusst vollformatig dringelassen.
Womit ich zum vorgezogenen "Qualitäts- und sonstiger Eindruck" des Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm komme
Die Schärfe des 28ers ist über weite Bereiche überraschend gut! Aber eben die Ecken … Die "verschwanden" in Analogzeiten zum Glück im 9 x 13 cm Papierabzug bzw. im Diarahmen.
Und das Ernst Leitz GmbH Wetzlar Elmar f=9cm 1:4?
Dem wiederfuhr das gleiche Schicksal wie dem 28 mm Tokina: DX-Format, Cropfaktor 1,5, KB-äquivalente Brennweite von 135 mm …
Abgebildet ist die Version mit Leica M-Bajonett, mein Exemplar hat M39 Schraubanschluss.
Spezifikation
- Baujahr laut Seriennummer 1955
- Abmessungen/Gewicht: Ø 44 mm, Länge 85 mm, Filter Ø 32 mm, 234 g
- Anzahl Blendenlamellen, kleinste Blende f/32
- Nahdistanz 1 m




Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Das bisschen wurde dem unscheinbaren und superkompakten 9 cm Elmar nun übrhaupt nicht gerecht. Heißt: Das Elmar bekommt im neuen Jahr noch einen eigenen ausführlichen Bericht! Im Vollformat!
Ralf Jannke, Jahreswechsel 2025/2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 1.01.2026 |




















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