Sony alpha NEX-6 mit Rodenstock-Rotelar 1:4 f=135mm und Meyer-Optik Görlitz Primagon 4.5/35

Nach dem Carl Zeiss Jena Flektogon 4/25 mit Exakta-Anschluss ein weiteres, nicht minder "kerniges" Objektiv mit Exakta-Anschluss, das 1956 vorgestellte Rodenstock-Rotelar 1:4 f=135mm, das es in verschiedenen Ausführungen, mit verschiedenen Anschlüssen gab.

Zwei Beiträge gab es bisher zum 135er:

Spezifikation

  • Vorstellungsjahr 1956
  • Abmessungen/Gewicht Ø 67 mm, Länge 76 mm, Filter Ø 55 mm, 470 g
  • Das Objektiv ist aus 5 Linsen (in 4 Gruppen) aufgebaut
  • Die Blende besteht aus 5 Lamellen, kleinste Blende f/32
  • Nahdistanz 2,4 m

Die beste Informationsquelle bietet Horst Neuhaus auf seiner Seite PHOTO but MORE: RODENSTOCK-OBJEKTIVE FÜR KLEINBILD-SPIEGELREFLEXKAMERAS

Das wichtigste Zubehör: Zwischenringe oder Balgengerät. Eventuell noch ein Telekonverter

Es soll verschiedene Ausführungen dieses 135ers geben. So wurden irgendwo 4 Meter als Nahdistanz genannt. Das wird wohl falsch sein. Graviert auf dem Rotelar sind 2,4 m. Immer noch arg lang für ein gewöhnliches 135 mm Tele. Beim Rundgang damit sollte man also einen kompakten Satz Zwischenringe einstecken. Das abgebildete Balgengerät ist zum Mitnehmen viel zu sperrig. Der SUN AUTO Tele-UP 2x ist möglicherweise gar nicht so schlecht. Macht aus dem 4/135 mm dann aber ein lichtschwaches 8/270 mm. War mir aber alles egal, weil die Zubehörteile allesamt preiswert von Flohmärkten sind …

Fehlerkorrektur

In früheren Berichten war ich der Meinung, dass zum Abblenden der typische Exakta-Ausleger gedrückt werden muss, um die Blende zu schleißen. Für die Exakta ist das richtig, damit bei Offenblende fokussiert und erst beim Auslösen die Blende auf den eingestellten Wer geschlossen wird. Es geht auch ganz einfach. Blende mit dem zugeordneten Hebel vorwählen, fokussieren und dann mit dem auf der gegenüberliegenden Seite liegenden zweiten Hebel schließen, bzw. wieder öffnen. Länger geschrieben, als in der Praxis durchgeführt …

Beispielfoto 1:1 Crop 3.937 x 2.616 Bildpunkte = 10 Megapixel. Zwischenringe, ISO 1.600, NEX-6 Gehäuseklappblitz, f/16

Wenn 135 x Crop 1,5 =203 mm für ein Motiv zu lang sind, wurde für einen Fotorundgang noch ein 35er eingesteckt … Was dann 35 x 1,5 = 53 mm liefert

Als von Anmutung und Aussehen passend erschien das Meyer-Optik Görlitz Primagon 4.5/35.

Seit 2024 nicht mehr benutzt, aber mit vier Erfahrungsberichten versehen, die alle Daten enthalten:

Jetzt also mal wieder "an die frische Luft", das Primagon!

Sony a NEX-6 mit Meyer-Optik Görlitz Primagon 4.5/35 – 1.800 Pixel

Mehr Fotos mit dem 35er werde ich jetzt nicht aufnehmen. Der "Funktiontest" ist ja bestanden ;-) Nachteil des Meyer-Optik Görlitz Primagon 4.5/35: Mit der kürzeren Brennweite und nur Lichtstärke f/4,5 ist das manuelle Fokussieren bei weniger Licht und Kontrast des Motivs trotz der guten Sony a NEX-6 Einstellhilfen für mich schwierig. Deshalb erstmal Schluss mit dem Meyer.

Als Partner fürs hier gezeigte 135er habe ich noch ein Objektiv mit mehr Lichtstärke "gefunden", mit dem ich auch längere Zeit nicht mehr fotografiert habe. Dieses Objektiv bekommt einen eigenen Erfahrungsbericht.

Und nochmal Blümchen mit dem 135er ;-) 1:1 Crop bis 16 Megapixel, Stativ, Offenblende f/4, Stichwort Bokeh

1.800 Pixel

Da sich die bisherigen Beispielfotos mit dem 135er überwiegend im Nahbereich abspielten, jetzt "normale" Fotoentfernungen ;-) Start mit Stichwort Verzeichnung! 2.400 Pixel

Sicher hilft der 1,5 Crop, eine vorhandene Verzeichnung durch Beschnitt zu verbergen. Die bei Tele, wenn vorhanden, gewöhnlich kissenförmig ist. Bei stärkeren Verformungen ist die auch auf dem 15 x 23 mm APS-C noch Sensor zu sehen. Von da her ist das Rodenstock gut!

2.400 Pixel

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Bis auf die Lichtschwäche – f/4 – und die große Nahdistanz – 2,3 m – ist das Rodenstock-Rotelar 1:4 f=135mm ein gutes historisches Teleobjektiv! Das jetzt endlich mal etwas ausführlicher gewürdigt wurde.

An dem mit in den Beitrag genommenen Meyer-Optik Görlitz Primagon 4.5/35 gibt es auch hier bis auf die Lichtschwäche – f/4,5 – nichts auszusetzen. Ein 35er mit Charakter ;-)

Ralf Jannke, Mai 2026

 

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