Minolta HI-MATIC und MINOLTA AUTO FOCUS AF-C

Statt der 99,x Prozent digital und 0,x Prozent analog soll in den Sommerfrien ein bisschen mehr analog fotografiert werden! Mit Filmformaten von Pocket – Negativformat 13 x 17 mm –, 24 x 36 mm Kleinbild, 28,5 x 28,5 mm Koadak Instamatic, kleines Mittelformat 4 x 4 cm und "normales" Mittelformat 6 x 6 oder 6 x 9 cm. Ganz nach Lust und Laune! Kleinbild mit einer von den beiden oben abgebildeten Kameras.

Es wäre aber ein Risiko gewesen, die beiden lange liegenden Minoltas HI-MATIC AF und AUTO FOCUS AF-C ungeprüft in die Sommerferien mitzunehmen! Also wurde auf beide Kameras ein Testfilm aufgeteilt!

Testfotos MINOLTA HI-MATIC, 1.800 Pixel

Testfotos MINOLTA AUTO FOCUS AF-C, 1.800 Pixel

Mit oder ohne Filmkorn?

Geschmachssache!?

Wenn das bei der SW-Konvertierung entstandene Filmkorn stört, musste ich zu Topaz Photo AI (Denoise) greifen. Mit Lightroom war das Korn nicht wegzubekommen. Wenn es denn stört. Was sicher auch eine Frage des Motivs sein kann. Das Korn als Stilmittel drinlassen oder rausrechnen? Beides ist möglich!

Qualitäts- und sonstige Eindrücke

Der Farbfilm wurde wie gehabt beim Stammhändler entwickelt und mit 4K gescannt. Die Scans lagen wie üblich zum Download auf dem Laborserver, die Negative wurden wunschgemäß entsorgt.

"Bestanden" haben beide Minoltas!

Aber die merkwürdige Datums-Einbelichtung in der HI-MATIC?

Hmm. Da werden unter den HI-MATIC Fotobeispielen auch Bilder MIT Datumseinbelichtung gezeigt. Die HI-MATIC hat aber gar keine Datumseinbelichtung. Von der Reihenfolge der Fotos meiner Testrundgänge müssen es aber HI-MATIC Aufnahmen sein.

Wobei mir dann die plausible Erklärung einfiel. Ich hatte die ersten ca. 25 Fotos mit der HI-MATIC belichtet. Um dann den Film zurückzuspulen und ihn in die AF-C einzulegen. Dort wurden dann mit abgedecktem Objektiv 25 Leeraufnahmen gemacht. Und dabei muss die vorhandene Datumseinbelichtung der AF-C "dazwischengefunkt" haben. Der es egal ist, was da auf dem Foto ist. Was bei der fotografischen Qualität der Testaufnahmen dann auch keine Rolle spielte. Aber Konsequenz: Raus mit den Batterien in der Datenrückwand der AF-C. Ich brauche diesen Quatsch nicht!

Zweite Konsequenz

Die Minolta AF-C ist nicht nur die viel stylischere Kamera ;-) Mit 35 mm Brennweite ist sie etwas weitwinkliger als die HI-MATIC mit ihrem 38er. Das 38 mm der HI-MATIC ist ein Vierlinser, das höherwertige Objektiv der AF-C ist aus 6 Linsen aufgebaut. Einziger Nachteil der AF-C: Sie hat kein Filtergewinde. Ich muss sehen, ob sich für SW etwas improvisieren lässt. Oder ansonsten nur mit Farbnegativ fotografieren. Was ich ja ohnehin selbst entwickeln will!

Der Sommer kann kommen — mit der Minolta AF-C!

Ralf Jannke, Juni 2026
 

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