Bessere Klone, Zwillinge

15. Februar 2017, Ralf Jannke in Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Trotz mittlerweile steigender Abneigung auch Dank der durch hervorragende Smartphones immer höher werdenden „Flutwellen“ an abgestoßenen Konsumer-Digitalkamera-Modellen, habe ich doch noch fast ein Zwillingspaar erworben. Eine 4 MP Ricoh Caplio R1 und eine (fast) baugleiche 5 MP Rollei dr5, beide funktionierend. Meine vorhandene, praktisch identische 4 MP Rollei dr4 ist „tot“, Sensorschaden. Über die Ricoh habe ich mich besonders gefreut, denn die hatte ich vor gut 12 Jahren. Rollei dr4 und Ricoh Caplio R1 sind bereits im großen Rolleibeitrag gewürdigt, und irgendwann wird auch noch Zeit für ein paar Testbildchen aus der Rollei dr5. Mit einem 28-135 mm Zoom und ISO bis (theoretisch) 800 ist die Rolli dr5 auch heute, 2017, nicht völlig unbrauchbar!

Diesen Brennweitenbereich bot lange Zeit kein Smartphone!...


Bessere Klone, Zwillinge

Klonkrieger I ;-)

15. Februar 2017, Ralf Jannke in Wissen, Sammeln

Die Drillinge Minox DC 2111, Praktica DCZ 2.1 und Pentax EI-100 wurden hier schon gezeigt. Die Minox ist kaputt – Sensorschaden, aber die Pentax soll gelegentlich mal mit auf eine kleine Knipstour – 2017... Dazu gesellen sich jetzt zwei weitere Geschwister, die mit dem Herstellernamen Samsung etikettiert sind, eine Digimax 130 (1,3 MP) und eine Digimax 200 (2 MP). Mit einiger Sicherheit könnten hier ALLE Kameras aus ein und derselben OEM-/ODM-Auftragsproduktion stammen... Ganz sicher sind es aber Auftragsfertigungen. 

Ich tue mich mittlerweile aber immer schwerer mit derartiger, seelenloser Dutzendware zum Fototrip loszuziehen! Und das liegt gar nicht an der geringen...


Klonkrieger I ;-)

(Mit) Quo vadis Nikon?

13. Februar 2017, Ralf Jannke in Wissen

startet der letzte Part in „2017: Nikon wird 100 Jahre alt“ Und dort:

„Was macht Nikon? Man entwarf und produzierte bis kurz vor das 100. Geburtsjahr Spielzeug-DSLMs der J- und V-Serie mit viel zu kleinen 8,8 x 13,2 mm 1 Inch (Zoll) Sensoren. Im Frühjahr 2016 angekündigte DL-Nikons wieder mit dem kleinen 1 Zoll Sensor und mit diesmal fest eingebauten Objektiven wurden zurückgezogen und sind seitdem nicht verfügbar.“

Jetzt ist das Ende dieser völlig überflüssigen und überteuerten DL-Serie gekommen: „Nikon cancels all three DL cameras because of “profitability concerns”, no word on future development“ – etwa: „Auf Grund wirtschaftlicher Bedenken zieht Nikon alle drei DL-Kameras zurück. Über die zukünftige Entwicklung wurde nichts gesagt.“

Auch als Nikon-Fan: "Wer nicht hören (lernen) will, muss fühlen!"

Wo bleibt Nikons Antwort auf die 24 MP Fujifilm X-T20 mit 15 x 23 mm APS-C Sensor, die mit dem stabilisierten und lichtstarken Fujinon XF 2,8-4/18-55 R LM OIS zu einem ordentlichen Startpreis angeboten wird! Und Canon? Sollte den Preis seiner spiegellosen EOS M5 schnellstens "überarbeiten"...


(Mit) Quo vadis Nikon?

Batterietricks III

06. Februar 2017, Boris Jakubaschk in Wissen, Ausprobieren

Infolithium-Akkus als Kamera-Dongle

Das vermutlich meistgekaufte Ersatzteil für Digitalkameras sind Akkus - einerseits wegen ihrer begrenzten Lebensdauer und andererseits weil der mitgelieferte Energiespender bei ausgedehnten Fotosessions irgendwann in die Knie geht.

Gleichzeitig ist es für die Hersteller ein ausgesprochen einträgliches Geschäft. Immerhin kostet das Markenprodukt meist zwischen 40 und 100 Euro, während die Herstellungskosten in fast allen Fällen deutlich unter 10 Euro liegen dürften. Kein Wunder, dass die Hersteller diese Gewinnspanne nur ungern an Dritte abgeben möchten. Das beantwortet auch die Frage, warum es Dutzende Akkus fast gleicher Größe gibt, die aber trotzdem nur in ein bestimmtes Kameramodell passen. Bei populären Kameramodellen sind günstigere Fremdprodukte in jedem Elektromarkt zu finden, bei den übrigen wird man online fündig.

Sony hat sich daher noch eine zusätzliche Schwierigkeit ausgedacht: Die hauseigenen Akkus - am "Infolithium"-Schriftzug zu erkennen -...


Batterietricks III

Batterietricks

02. Februar 2017, Boris Jakubaschk in Ausprobieren, Reparieren

Wer sich mit älteren Kameras befasst, hat typischerweise auch mit Akkus zu tun, die häufig genau so alt sind und die vor allem sehr lange nicht benutzt wurden. Meine jüngsten Neuzugänge haben mich dabei mit zwei typischen Phänomenen konfrontiert:

Fall 1:

Meine Akkus für die Nikon D1 ließen sich zu meiner großen Freude anstandslos laden und die Kamera lief mit einem frisch geladenen Akku scheinbar tadellos. Nach ein paar Stunden in der (abgeschalteten) Kamera trat aber plötzlich ein Fehler auf: Der Akku wurde immer noch als randvoll angezeigt, die Kamera reagierte wie gewohnt, das Auslösegeräusch war unverändert - aber alle Aufnahmen komplett schwarz. Ich rechnete schon mit einem Defekt von Verschluss oder...


Batterietricks

Entfernung/Abstand der einzelnen Fotodioden, Pixel auf dem Sensor – neudeutsch „Pixelpitch“

27. Januar 2017, Ralf Jannke in Wissen, Ausprobieren

Zuschmieren von Details durch zu geringen Fotodioden-/Pixelabstand (Pixelpitch). Zur Verdeutlichung bei hoher Sensorempfindlichkeit von ISO 1600. Bitte auf die Ausschnitte klicken/tippen. Das komplette Motiv jeweils einmontiert.

Aufmerksamen Lesern ist vielleicht nicht entgangen, dass mittlerweile bei den meisten Kameras die Entfernung/Abstand der einzelnen Fotodioden, Pixel auf dem Sensor – neudeutsch den „Pixelpitch“ angegeben wird. Versehen mit sinngemäßen Kommentaren wie: „liegt mit 2,0 µm unter dem von der Organisation 6mpixel.org als kritisch erachteten Wert von 3 µm.“ oder „(...) 3,1 µm „im grünen Bereich“ (über 3 µm)“. Zumindest bei älteren Digitalkameras scheint an der Ansicht von 6mpixel.org etwas dran zu sein. Wenn man sich über zugeschmierte Details, spätestens bei höheren ISO-Empfindlichkeiten als der der Nennempfindlichkeit des jeweiligen Sensors, wundert. Dann ist das die Erklärung!

Denn derartiges Zuschmieren, rätselhafte Unschärfen sind bei hochauflösenden Systemkameras mit ihren vergleichsweise großen 13x17 mm (m/FT), 15x23 mm großen (APS-C-, bei Nikon DX-Sensor) und 24x36 mm Vollformatsensoren selbst bei hohen ISO-Zahlen nicht zu finden. Die einzelnen Fotodioden einer 24 MP APS-C-Sensor Kamera haben immer noch einen Abstand von 3,9 µm, und der derzeitige (2015/2016) Rekordhalter, die 50 Megapixel Canon EOS 5DS hat auf dem 24 x 36 mm Vollformatsensor eine Pixelgröße von 4,1 µm.

Aber: Keine Regel ohne...


Entfernung/Abstand der einzelnen Fotodioden, Pixel auf dem Sensor – neudeutsch „Pixelpitch“

Endlich Autofokus...

20. Januar 2017, Ralf Jannke in Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Panasonic DMC GH-1, die erste DSLM mit Full HD Video

Aber „endlich Autofokus“? Bei einer vergleichsweise modernen mFT DSLM? Gemeint ist in diesem Fall die Möglichkeit Autofokus auch mit der Kombination FT-/mFT-Adapter und einem älteren FT-Objektiv zu haben. Musste ich beim Vorgänger Panasonic DMC G-1 noch mangels kompatiblem Objektiv auf Autofokus verzichten, reihte sich jetzt ein weiteres Objektiv in die m/FT-Kamera-Sammlung ein, das FT Kitzoom OLYMPUS ZUIKO DIGITAL 14-42 mm 1:3,5-5,6. Im Gegensatz zu den ersten FT Kitobjektiven 3,5-5,6/14-45, 3,5-4,5/45-150 und 3,5-5,6/17,5-45 mm ist 3,5-5,6/14-42 mm kontrastautofokusfähig. Bitte beachten Sie den Größenunterschied im Foto. Über den vorhandenen FT-/mFT-Adapter – es handelt sich übrigens um die preiswerte "China-Kopie" – wird der Autofokus von der G1/GH1 einwandfrei angesprochen! Ob das nun so furchtbar sinnvoll ist, mag dahingestellt sein. Immerhin kam das Olympus Kit-Zoom für 33 Euro (inkl. Porto) ins Haus. Und es ist schön kompakt. Für das möglicherweise hochwertigere und stabilisierte Panasonic Lumix G-Vario 1:3.5-5.6/14-42 mm ASPH Mega O.I.S. müssen 120 Euro aufwärts investiert werden!  

Unter anderem diese FT-Objektive lassen sich ggf. nach einem Firmwareupdate per Adapter MIT AF auf der mFT-DSLM weiter betreiben:

3,5-5,6/14-42 mm OLYMPUS ZUIKO DIGITAL, 4,0-5,6/9-18 mm OLYMPUS ZUIKO DIGITAL, 2,8/25 mm OLYMPUS ZUIKO DIGITAL Pancake, 4,0-5,6/40-150 mmOLYMPUS ZUIKO DIGITAL, 2,8-3,5/14-54 mm OLYMPUS ZUIKO DIGITAL Version II (!), 4,0-5,6/70-300 mm OLYMPUS ZUIKO DIGITAL, Leica D Vario Elmar 14-50mm f/3.8-5.6, Leica D Vario Elmar 14-150mm f/3.5-5.6 und Leica D Summilux 25mm f/1.4

Obwohl erst 2009 vorgestellt, gehört die Panasonic GH-1 mit in die Digitalkamera-Sammlung, ist sie doch die erste spiegellose Systemkamera (DSLM), die Full HD Video bietet. Abgesehen davon: Für weniger Geld kann man kaum hochwertig mit 12 Megapixel Auflösung fotografieren! 80 Euro hat das Panasonic GH-1 Gehäuse gekostet. Einziger, völlig unbedeutender Makel: Der Deckel der Speicherkartenabdeckung muss mit einem Stück Tesafilm gesichert werden. Wenn ich keine schnellen Motive bei wenig Licht (= hohen ISO) ablichten möchte, bekomme ich mit der GH-1 eine exzellente Systemkamera! Mehr später im großen Erfahrungsbericht 2017.


Endlich Autofokus...

Speicherkarten

19. Januar 2017, Boris Jakubaschk in Sammeln

Die einen bunt bedruckt, die anderen in schlichtem Schwarz, dafür aber mit einem dekorativen Kontaktfeld - Speicherkarten werden von den meisten zwar eher unter "Nebenkosten der Digitalfotografie" verbucht, sind aber ein schönes Beispiel für die technische Entwicklung der letzten beiden Jahrzehnte.

Immerhin liegen zwischen der typischen Smart-Media-Karte mit 4 MB vom Ende der 1990er Jahre und einer aktuellen SD-Karte mit 128 GB ein ein Faktor von über 32000 in der Kapazität. Musste man damals für eine halbwegs brauchbare Urlaubsausstattung an Speicherkarten sehr tief in die Tasche greifen, reichen heute wenige Euro für tausende von Bildern. Karten jenseits von 16 GB bekommt man in der Praxis eigentlich nur mit Videos voll.

Ich habe mal alle Karten zusammengesucht, die sich in meiner Sammeltätigkeit so angehäuft haben und eine Galerie daraus zusammengestellt.


Speicherkarten