Pentax K-20D mit SMC PENTAX-F 1.7X AF ADAPTER und tamron ZOOM 1:4.5 f=70-350mm

Ziemlich in Vergessenheit geraten: Frühe TAMRON Supertelezooms

Mit dem "Riesenrohr" von oben fing es an. Aus Faszination von Objektiven, von denen ich nie zuvor gehört, geschweige denn eins gesehen hatte. Dadrunter die moderneren Versionen aus einem Tamron-Prospekt. Auch und nur vom Stativ einsetzbar, hat das 2,8 kg schwere 6,9/200-500 mm Tamron in den 1980ern vermutlich keine große Verbreitung gefunden.

Frage dazu an das immer besser werdende ChatGPT: Welcher Fotograf hat in den 1980er Jahren mit dem Auto Tamron Zoom 1:6.9 f=200-500mm gearbeitet?

  • Ich finde keinen belegbaren Hinweis, dass ein bestimmter (bekannter) Fotograf in den 1980er-Jahren speziell mit dem Tamron Zoom 1:6.9 f=200–500 mm gearbeitet hat.
  • Das Objektiv existiert seit Ende der 1970er Jahren und wurde breit als günstiges Super-Telezoom angeboten — oft von Amateur- oder Semipro-Nutzern.
  • Es gibt technische Beschreibungen und Erfahrungsberichte (z. B. in Fotoforen und Objektiv-Archivseiten), aber keine verlässliche Quelle, die einen bestimmten Profi-Fotografen benennt, der dieses Objektiv in den 1980ern regelmäßig oder ikonisch verwendet hätte.
  • Das Objektiv taucht nicht in Bildnachweisen von bekannten Presse- oder Kunstfotografen auf.

Alles plausibel! Profis benutzen in den 1970ern/80ern lichtstarke innenfokussierte Festbrennweiten vom 2,8/180/200 über 2,8/300, 3,5/4,5/400 bis zu 4/5,6/500 und 4/5,6/600 mm. Bei ISO 200 Farbdia war qualitativ eigentlich schon Schluss. ISO 400 Dia waren kein Vergnügen. Da griff der Fotograf eher zu ISO 400/800/1000/1600 Farbnegativfilm – oder eben SW.

40 Jahre später ist der Zoom-Brennweitenbereich von 100/200-500/600 mm etabliert. Mit ähnlicher – schwacher – Lichtstärke, aber ungleich leichter, stabilisiert und mit Autofokus! Was bei den den High-ISO Möglichkeiten moderner, spiegelloser Systemkameras kein großes Problem mehr darstellt. Der Fotograf, den ich bei jedem Basketballspiel treffe, fotografiert Erstliga-Fussball tagsüber mit einem komfortablen 4,5-6,3/60-600 mm Sigma. Erst wenn es in die Spiele unter Flutlicht geht, greift er zum 2,8/70-200 und 2,8/400 mm …

Ich habe das AUTO TAMRON ZOOM 1:6.9 f=200-500mm bisher nur einmal im Herbst 2023 benutzt. Da wird es Zeit erneut den einen oder anderen kitschigen Sonnenuntergang zu versuchen ;-) Vom stabilen Einbein bleibt es auch noch erträglich.

Als tatsächlich besser hatte sich zum Jahreswechsel 2023/2024 das SOLIGOR TELE-ZOOM 1:5.6 f=180-410mm erwiesen. Mit natürlich weniger Endbrennweite, aber 1 kg leichter und mehr Lichtstärke! 

Ich wollte eigentlich auch mit dem 200-500 mm Tamron eine erneute Runde "spielen". Auf der Vollformat Nikon Z mit Adapter. Das lange Zoom hat M42 Schraubanschluss, der per linsenlosen (!) Adapter problemlos ins Pentax K-Bajonett passt. Ich habe vom jetzigen Einsatz abgesehen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einer hartnäckigen Erkältung hatte ich weder Lust auf Vollformat und Versuchs-AF-Adaption auf der Pentax K-20D mit dem SMC PENTAX-F1.7x AF-ADAPTER.

Das lichtstarke tamron ZOOM 1:4.5 f=70-350mm habe ich zusammen mit dem SMC PENTAX-F1.7x AF-ADAPTER probiert.

Spezifikation

  • Vorstellungsjahr 1976/1979 (Version 2)
  • Abmessungen/Gewicht Ø 90 mm, Länge 274 mm, FilterØ 82 mm, 1820 g
  • Optischer Aufbau: 15 Linsen in 13 Gruppen
  • Kleinste Blende f/22
  • Nahdistanz 2,5 m
  • Eingebaute, drehbare Stativbefestigung
  • Eingebaute Gegen-/Streulichtblende
  • Mein 70-350 kam mit Pentax K-Bajonett im Original-Koffer

Ein erster Versuch im Sommer 2024 konnte noch nicht überzeugen. Ich hatte auf Autofokusunterstützung des 1,8 Kilogramm schweren Zooms gehofft, aber der Pentax K-auf-Nikon F-Adapter erwies sich als so miserabel gefertigt, dass er nicht sicher rastete. Und bevor das schwere, ziemlich unhandliche Objektiv dann auf den Boden knallte … Mit Autofokusunterstützung ist der jetzt mehrfach erfolgreich mit der Nikon D300 und dem modifizierten Tele-AF-Konverter TC-16A/m oder der Nikon D2X/Hs und dem serienmäßigen TC-16A gemeint.

Von weiteren Versuchen habe ich aus gutem Grund abgesehen

Das Pentax-Pendant zum Nikon TC-16A, TC-16A/m, der SMC PENTAX-F1.7x AF-ADAPTER "lieferte" auf Anhieb. Zunächst erfolgreich mit dem SMC PENTAX ZOOM 1:2.8 35mm - 1:3.5 70mm getestet, auto-fokussiert der SMC PENTAX-F1.7x AF-ADAPTER auch das tamron ZOOM 1:4.5 f=70-350mm. Auf der Pentax K-20D und dem AF-Adapter ein 7,7/128-893 mm Supertelezoom! Auch da reagiert der Pentax-Adapter wie der Nikon TC-16. Beide können auch f/4,5 lichtstarke Objektive auto-fokussieren!

Beispielfotos Pentax K-20D, SMC PENTAX-F 1.7X AF ADAPTER, tamron ZOOM 1:4.5 f=70-350mm

Mehr als die vier Bildchen habe ich nicht ausgesucht. Ja, der SMC PENTAX-F 1.7X AF ADAPTER fokussiert das 70-350, packt aber nicht immer sicher zu. Mitunter verweigert er sogar. Trotz manueller Fokusunterstützung. Dazu zeigten einige Fotos mit 350 mm x Crop 1,5 x 1,7-Konverter = 892 mm Gesamtbrennweite unerklärliche Unschärfe. Und  bei kürzeren Telebrennweiten gab es eine unerklärliche Art Farbvignettierung. Mit fällt keine bessere Beschreibung ein. Weshalb ich die Aufnahmen nach SW konvertiert habe. Bitte einfach vergleichen, die Fotos stehen nebeneinander. Der Mond hat natürlich eine Portion Topaz Photo AI bekommen ;-)

Langer Rede kurzer Sinn, irgendwie harmoniert der SMC PENTAX-F 1.7X AF ADAPTER mit dem 70-350 nicht 100 Prozent. Da habe ich über den Jahreswechsel keine weiteren Experimente gemacht, werde mir das durchaus exotische 70-350 mm Zoom um die Ostertage erneut probieren.

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Vor dem nächsten Trip in den Norden gibt es nichts mehr von diesen beiden Tamron Zooms. Die kommen im Frühjahr mit entsprechenden Adaptern direkt auf die Vollformat DSLMs Nikon Z6/7. Mal sehen, wie dann besonders das 70-350 mm performt. Hier ist jetzt erstmal Schluss!

Ralf Jannke, Jahreswechsel 2025/2026

 

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