Sanyo VPC-AZ3

Eine kompakte, hochwertige und elegante Erscheinung, die bis zu 8 MP auflösende Sanyo VPC-AZ3.

Ab sofort beschränke ich mich auf die für den Fotorundgang, die fürs Fotografieren wichtigsten Daten. Wer technische Daten bis ins Detail nachlesen möchte, findet alles im englischsprachigen Manual zur Sanyo VPC-AZ3.

Die 2003 vorgestellte Sanyo VPC-AZ3 ist mit 99 x 55 x 33 mm sehr kompakt und wiegt (betriebsbereit) 220g.

Der 1/1,8" 7,2 x 5,3 mm CCD-Sensor löst physikalisch (*) 2288 x 1712 Pixel = 4 MP (4:3) auf und bietet eine Lichtempfindlichkeit von ISO 100 bis 400. Gespeichert wird mit 24 bit Farbtiefe unkomprimiert als TIFF oder als JPEG in den drei Komprimierungs-/Qualitätsstufen „Super Fine“, „Fine“ und „Normal“ auf Compactflashkarte. Videos mit Ton werden mit 320 x 240p (4:3) und 15 B/s bis 200 min aufgenommen und als MOV gespeichert. Objektiv ist ein 2,7-4,9/7,7-21,3 mm (37-111 mm @KB) 3-fach Zoom. Der eingebaute Blitz reicht im WW-Bereich 9 m weit, im Tele-Bereich 16 m.

Das Motiv kann über optischen Sucher oder den 1,5“ TFT LCD Monitor mit 110000 Bildpunkten anvisiert und auch alle Kameraeinstellungen darüber abgefragt und verändert werden. Stichwort Kameraeinstellungen: Die Sanyo VPC-AZ3 bietet einen Basic- und Expert-Mode, der unterschiedliche Einstellungen ermöglicht.

(*) Besonders interessant ist die Möglichkeit von der Kamerasteuersoftware noch in der Kamera aus den physikalischen 2288 x 1712 Pixel = 4 MP Fotos von 2880 x 2160 Pixel = 6,2 MP oder 3264 x 2448 Pixel = 8 MP generieren (interpolieren) zu lassen.

Ralf Jannke

Die "geheime" 8 MP Kamera...

Wie bereits beschrieben, kann die Sanyo VPC-AZ3X bereits in der Kamera durch Interpolation höher aufgelöste Fotos bis 8 MP Größe rechnen. Auch wenn Interpolation immer ein bisschen Mogeln ist, darf man es hier als gelungen bezeichnen. Zumal der Sprung von 4 auf 8 MP gerade mal ein Bildpunkt-Zuwachs von rund 143 Prozent ist. Bei guten Vorlagen ist alles bis 200 Prozent möglich! Um eine gute Vorlage zu liefern, stand die Sanyo auf dem Stativ, die niedrigste Empfindlichkeit von ISO 100 war vorgewählt, und es wurde mit Zeitautomatik bei f/8,3 fotografiert. Als Belichtungskorrektur war + 2/3 EV eingestellt. Als "Modell" musste eine Rekordkamera aus 1958 herhalten: Die Minolta Meßsucherkamera V2 mit ihrem lichtstarken 2/45 mm Objektiv bot mit 1/2000 s den damals schnellsten Zentralverschluss der Welt! Das Nachfolgemodell V3 schaffte sogar 1/3000 s!

1:1/750 x 750 Pixel-Ausschnitte. Bitte einfach auf die Fotos klicken.

Wie beschriftet! Kamerainterne Interpolation auf 8 MP gegen nachträgliches Hochrechnen der 4 MP Ausgangsdatei auf 8 MP mit der Photoshop Interpolationsart "Bikubisch glatter (optimal bei Vergrößerungen)" und fraktaler Interpolation von 4 auf 8 MP mit der Freeware SmillaEnlanger. Wozu also in der Kamera? Nicht jedem Anwender dürften die Möglichkeiten und Grenzen der Interpolation geläufig (gewesen) sein. Da war es willkommen im Bedarfsfall gleich eine 8 MP Datei zur Verfügung zu haben. Ganz ohne EBV...

Und die Möglichkeit in der Sanyo unkomprimiert als TIFF zu speichern?

Selbst bei unsinniger Bildvergrößerung von 400 Prozent ist zwischen der unkomprimierten 11,8 MB TIFF-Datei und der 12:1 komprimierten JPEG „Super Fine“-Datei kein Unterschied zu erkennen.

Bildbeispiele, aufgenommen mit der Sanyo VPC-AZ3 im November 2015

Und noch mal zum jetzt schon fast komplett abgerissenen Bunker.

Hmmm... Irgendwie konnte das gute Ergebnis der mit der Sanyo erstellten Sachaufnahmen vom Stativ draußen nicht bestätigt werden. Es wirkt einfach nicht "knackig". Übersichtsaufnahme: ISO 100, 1/100 s, f/4,9 ca. 11:1 komprimierte JPEG. Und ich hatte nicht in Erinnerung, morgens zu viel Kaffee getrunken zu haben, was für eine unruhige Hand gesorgt haben könnte. Für eine 4 MP Kamera schwach! Unter der Komplettaufnahme zwei 1:1/750 x 750 Pixel-Ausschnitte der 4 MP Sanyo Fotos.

ISO Vergleich

ISO 400 nur wenn es unbedingt sein muss, ISO 200 sind OK! Und vielleicht doch ein Hinweis, dass diese Kamera für mich zu klein/leicht ist, um sie ruhig(er) halten zu können. Denn hier wirkt die Schärfe einfach besser, als bei der schwammigen Übersichtsaufnahme...

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