Sony Mavica MVC-FD92

Die 2001 vorgestellte MVC-FD92 markiert den Übergang im von Sony bis dahin verwendeten Bildspeichermedium. Die Fotos in der MVC-FD92 können wie beispielsweise vom Modell Mavica FD83 gewohnt auf eine konventionelle 3,5 Zoll 1,44 MB Diskette gespeichert werden UND alternativ auf den von Sony neu eingeführten Memory-Stick. Die Diskette war von den Abmessungen viel zu groß, vor allen Dingen vom Speichervolumen her aber viel zu klein. Nicht ohne Grund konnte die Panasonic PV-SD 4090 auf gewöhnliche 3,5“ 1,44 MB Disketten UND 3,5“ 120 MB Superdisketten speichern. Was auch keine Lösung von Dauer war.

Warum mit dem exotischen Memory-Stick neben der eben abgelösten, papierdünnen, empfindlichen und auf maximal 128 MB Fassungsvermögen begrenzten Smartmediakarte zur bewährten und bis heute „gültigen“ Compactflashkarte mit aller Gewalt noch ein weiteres Speichermedium auf den Markt geworfen werden musste, weiß nur Sony.

Die MVC-FD92

ist 143 x 103 x 77 mm groß und wiegt 655 g. Der 1/3,6" 4,0 x 3,0 mm CCD-Sensor löst physikalisch 1.280 x 960 Pixel = 1,3 MP auf, kann aber in der Kamera durch Interpolation 1.472 x 1.104 Pixel große 1,6 MP Dateien erzeugen. Alternativ können 1.280 x 848 Pixel Fotos im gewohnten 3:2 Seitenformat aufgenommen werden. Gespeichert wird als JPEG oder unkomprimiert als TIFF. TIFF aber nur in der Sensorauflösung 1.280 x 960 Pixel. Die Sensorempfindlichkeit liegt bei ISO 80. Beim Testschuss in den dunklen Kellerabgang wurde die Empfindlichkeit auf ISO 283 hochgefahren. Es gibt also eine ISO-Automatik! Videos mit Ton von maximal 15 s Lauflänge werden mit 320 x 240 Pixel und 8 B/s im MPG-Format aufgenommen. 

Das Objektiv ist ein 2,8-3,0/4,75-38 mm (41 bis 328 mm @KB) 8-fach Zoom mit 37 mm Filtergewinde. Für die Entfernungswahl gibt es eine Makroeinstellung und Fokusvorwahlen von 0,5 m bis Unendlich und natürlich Autofokus. Das Motiv wird über einen transreflektiven 2,5" TFT LCD Monitor mit 123.000 Bildpunkten erfasst. Über den Monitor läuft auch die Kameramenüsteuerung.

Die Belichtung wird wahlweise mittenbetont integral oder punktförmig (Spot) gemessen. Die Belichtungssteuerung per Programmautomatik. Dazu gesellen sich Motivprogramme und Bildeffekte. Die Belichtung kann im Bereich +/- 2 EV in 1/3 EV Schritten korrigiert werden. Die Belichtungszeiten liegen zwischen 2 und 1/500 s. Der Selbstauslöser hat 10 s Vorlaufzeit. Der eingebaute Blitz reicht im Weitwinkelbetrieb 2,5 m weit und bietet die üblichen Funktionen: an/aus, Automatik, Rote-Augen-Reduktion. Weißabgleich: Automatik, Sonne, Glühlampenlicht. Stromversorgung der Sony MVC-FD92 durch Lithiumionen (Li-Ion) Akku.

Englisches Manual zur Sony MVC-FD92

Ralf Jannke

Beispielfotos, aufgenommen September 2016 mit der Sony MVC-FD92

Sony Mavica MVC FD-92, nicht überzeugend!

Das ist keine überzeugende Schärfe! Der Fairnis halber sei erwähnt, dass alle hier gezeigten Bildchen mit den aufs Gehäuse aufgedruckten  "INTERPOLATED 1.6 MEGA PIXEL IMAGES" aufgenommen wurden. Möglicherweise würde die Qualität bei der physikalischem Auflösung des Senors von 1.280 x 960 Pixel und Speichern im unkomprimierten TIFF-Format besser werden. Was ich aber nicht mehr ausprobieren werde. Wie möglicherweise auch Leute, die diese Kamera 2001 neugekauft und dann auch der versprochenen 1,6 MP benutzt haben...

Was sich Sony 2001 angesichts so hervorragender 2 Megapixelkameras wie der Nikon Coolpix 950 oder Olympus Camedia C-2000Z von 1999 bei der MVC-FD92 "gedacht" hat, ist mir ein Rätsel. Abgesehen davon war es an einem schönen Altweibersonntag wieder eine Qual ein Motiv einzig auf dem sonnenbeschienenen Monitor zurechtrücken zu wollen, zu müssen. Also auf keinen Fall einen weiteren Knipsrundgang mit dieser Sony.

1:1 Ausschnitte aus den 1.472 x 1.104 Pixel Dateien der Sony MVC FD-92

Ich würde das eher als "schwammig" bezeichnen. "Knackscharf" sieht anders aus.

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