Toshiba PDR-M70

Links die Toshiba PDR M70, in der Mitte die Panasonic Lumix LC5 und rechts die Casio QV3500. Gemeinsamkeit: Alle Kameras sind mit dem Canon 2,0-2,5/7-21 mm 3-fach Zoom bestückt.

http://www.digicammuseum.de/geschichten/erfahrungsberichte/casio-qv-3500.html

http://www.digicammuseum.de/geschichten/erfahrungsberichte/panasonic-lumix-dmc-lc5.html

Auch wenn bei Panasonic Leica draufsteht, ist es nicht vollkommen auszuschließen, dass "dahinter" wieder das Canon 3-fach Zoom steckt.

Die Technik

Ein ganz schöner „Brocken“ – 116 x 76 x 62 mm, 410 g – und eine "heiße Kiste", die Toshiba PDR-M70 von 2000. Warum man bei Verfügbarkeit von Compactflash-Speicherkarten noch auf die papierdünnen, empfindlichen SmartMedia-Karten mit maximal 128 MB Fassungsvermögen zurückgriff, weiß wohl nur Toshiba. Und die "heiße Kiste"? Im Betrieb wird die PDR-M70 deutlich fühlbar warm.

Der 1/1,8" 7,2 x 5,3 mm CCD-Sensor der PDR-M70 löst maximal  2048 x 1536 Pixel = 3 MP auf und hat eine Empfindlichkeit von ISO 100/200/400. Gespeichert wird mit 24 bit Farbtiefe als JPEG in drei Qualitäten/Komprimierungsstufen „Fine“ (5:1), „Normal“ 7,5:1) , „Basic“ (15:1) auf SmartMedia-Karte mit maximal 128 MB Fassungevermögen. Neben Fotos kann die PDR-M70 Videos mit 320 x 240p Auflösung und 30 B/s aufnehmen. Maximale Aufnahmedauer 2 min, gespeichert als AVI. Diktiergerätfunktion bis zu 65 Minuten.

Das Motiv kann über einen optischen Sucher mit Dioptrienausgleich oder per 1,8“ TFT LCD Monitor mit 122.000 Bildpunkten anvisiert/gestaltet werden.

Objektiv ist mit ziemlicher Sicherheit das bewährte 2-2,5/7-21 mm (35-105 mm @KB) Canon 3-fach Zoom, das digital noch verdoppelt werden kann. Filtergewinde 52 mm.

Entfernungssteuerung über Einzel-Autofokus (AF-S) oder für bewegte Motive mit kontinuierlichem Autofokus (AF-C).

Belichtungssteuerung in Programm-, Blenden- oder Zeitautomatik und Motivautomatiken. Belichtungszeiten von 8 bis 1/1000 s. Selbstauslöser mit 2 oder 10 s Vorlaufzeit. Maximal 1,3 Bilder/s bei höchster Auflösung für 8 Fotos. Belichtungskorrektur +/- 1,5 EV in 1/3 EV Schritten. Blitz mit 4,0 m Reichweite bei f/2 im Weitwinkelbereich. Blitz ein/aus, Automatik, Langzeitsynchronisation, Rote-Augen-Reduktion.

Weißabgleich automatisch oder mit den Einstellungen: Wolken, Sonne, Leuchtstofflampe, Glühlampenlicht

Englische Bedienungsanleitung zur Toshiba PDR-M70

Ralf Jannke

Beispielfotos, aufgenommen mit der Toshiba PDR-M70 im Herbst 2015

Auf den ersten Blick soweit OK. Aber wenn es dann in die Details geht...

Da nützt auch das vermutete und exzellente (!) Canon Zoom auf der Toshiba nichts. Das ist einfach keine überzeugende Schärfe, irgendwie "krisselig" bis "matschig". Die verrostete Türklinke "rauscht" bereits. Bei ISO 100! Da hat die Datenaufbereitung in der Toshiba (zumindest in diesem Exemplar) nicht hingehauen! Oder es ist ein anderer, schlechterer Bildsensor, als in der Casio. Wenn ich das "Ergebnis" gegen die Panasonic DMC-LC5 vergleiche, dessen "Leitz"-Zoom möglicherweise auch das Canon-Zoom ist. OK, die DMC-LC5 löst 4 MP auf, hat also einen anderen Sensor. Aber mit der Nennempfindlichkeit des in der Toshiba verbauten Sensors – ISO 100 – hätte es besser werden müssen!

Und dann ISO-Automatik und höhere Empfindlichkeiten? Bitte auf die unbearbeiteten 1:1/750 x 750 Pixel Ausschnitte klicken. Nein, die Toshiba PDR-M70 ist die schwächste Kamera des zu Beginn abgebildeten Trios.

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