Nikon 1 J2

       

Mitte 2011 kam die erste DSLM-Kamera von Nikon auf den Markt. Als Differenzierung gegenüber dem Mitbewerb hatte sich Nikon für einen 1-Zoll-Sensor entschieden, der auch namensgebend für das „Nikon 1“ genannte System war. Da dieser Sensor nochmals deutlich kleiner als die bei Panasonic und Olympus für Micro-Four-Thirds verwendeten ist, konnte Nikon seine Kameras noch ein ganzes Stück kompakter bauen.

Die beiden ersten Modelle waren die „J1“ mit eingebautem Blitz und ohne elektronischem Sucher. Und die „V1“, bei der es genau umgekehrt war. Beide sind puristisch gestaltet und erinnern in Größe und Design an die TZ-Modelle von Panasonic oder die Samsung NV7 / NV10 – wobei es sich bei diesen um Kompaktkameras handelt.

Später gab es mit der S1 eine noch kompaktere Variante und mit der AW1 ein sturz- und wasserfestes Exemplar.

Die hier vorgestellte Nikon 1 J2 folgte nach einem Jahr auf die J1. Abgesehen von der verdoppelten Auflösung des Bildschirms hat sich dabei nicht viel geändert. Es gab aber ein neues, noch kompakteres und geringfügig günstigeres Kitobjektiv mit 11 – 27,5 mm Brennweite und entsprechend nur 2,5fachem Zoomfaktor. Das bisherige 10 – 30 mm Objektiv blieb im Programm.

Nikon brachte die Kamera in sage uns schreibe sechs verschiedenen Farben auf den Markt. Neben der abgebildeten schwarzen gab es sie auch noch in silber, pink, orange, dunkelrot und weiß – jeweils mit dazu passend gefärbtem Kit-Objektiv. Wenn man den Gebrauchtmarkt betrachtet, scheint sich die weiße Variante am besten verkauft zu haben.

Beide Kit-Objektive haben einen klassischen Objektivring zur Zoom-Einstellung. Auf der Rückseite der J2 gibt es jedoch auch eine Zoom-Wippe. Passend dazu gab es auch Objektive mit motorischem Zoom.

Bemerkenswert ist die Bildwiederholrate der J2. Sie kann hintereinander 20 Aufnahmen machen, von denen die fünf besten automatisch gespeichert werden. Maximal schafft sie sogar 60 Aufnahmen pro Sekunde – allerdings nur eine drittel Sekunde lang, dann ist der interne Puffer voll und es muss erstmal gespeichert werden.

Ein großer Vorteil der Nikon 1-Kameras ist das Autofokus-System. Die Kamera wählt je nach Situation zwischen einem herkömmlichen Kontrast- und einem Phasen-AF aus. Die Phasen-AF-Sensoren sind auf dem Bildsensor integriert, weshalb die Kamera gleichzeitig fokussieren und ein Live-Bild zeigen kann.

Angeblich war die Nikon 1 J1 zu ihrer Zeit die meistverkaufte DSLM-Kamera in Deutschland. Das Interesse scheint in den Jahren danach jedoch spürbar nachgelassen zu haben. Schließlich stellte Nikon das System im Jahr 2017 ein – um nach einem Jahr Pause mit dem Nikon-Z-System einen neuen Anlauf zu nehmen.

Wie bei anderen verblichenen Kamerafamilien haben die übriggebliebenen Anwender das Problem, dass es kein Zubehör und insbesondere keine Objektive mehr zu kaufen gibt. Entsprechend balgen sie sich um die gebraucht angebotenen Exemplare, was deren Preise unverhältnismäßig hochtreibt – während die Bodys sehr günstig zu finden sind.

Kommentar von anonym:
"Sie funktioniert noch einwandfrei bis auf dem Bildschirm, dort erscheint nichts mehr. Nur noch im Sucher."

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