Sony Alpha 100

   

Im Jahr 2006 wäre es für einen Quereinsteiger im Digitalkameramarkt nahezu aussichtslos gewesen, mit einer selbst entwickelten DSLR-Kamera gegen die bereits etablierten Platzhirsche anzukommen. Dass es Sony trotzdem gelungen ist, lag an einem cleveren Deal: Sony übernahm die defizitäre Digitalkamera-Sparte von Konica-Minolta. Das Interesse richtete sich dabei offensichtlich hauptsächlich auf die DSLR-Technik und das etablierte Minolta-Objektivbajonett. Die Kompaktkameras von Konica Minolta wurden hingegen ohne Nachfolger eingestellt.

Mit der Alpha 100 brachte Sony bereits kurz nach der Übernahme die erste eigene DSLR auf den Markt. Diese hat allerdings unverkennbare Ähnlichkeit mit dem Modell Dynax 5D von Konica-Minolta. Die Ingenieure dort hatten offenbar ein Nachfolgemodell bereits recht weit entwickelt und Sony hat diesem nur noch das hauseigene „Geschmäckle“ gegeben.

Beim Bildsensor konnte Sony auf die hauseigene Produktion zurückgreifen. Mit 10 Megapixeln setzte er im Bereich der Einsteigerkameras eine neue Bestmarke. Canon mit der EOS 400D und Nikon mit der D80 folgten jedoch kurz darauf.

Sony setzte – wie zuvor schon Konica-Minolta – auf einen Bildstabilisator, der fest im Kamera-Body integriert ist und die Verwacklungen durch gegenläufige Bewegungen des Bildsensors ausgleicht. Das Verfahren hat den Vorteil, dass die Objektive keinen teuren Stabilisator enthalten müssen und auch ältere Linsen entwackelt werden. Da die Stärke der Ausgleichsbewegungen allerdings von der Objektivbrennweite abhängen muss, funktioniert das Verfahren nur, wenn das Objektiv diese Information über die Schnittstelle mitteilt. Außerdem entwackelt das Verfahren nur das fertige Bild, während ein Bildstabilisator im Objekitv auch das Sucherbild ruhiger macht.

Kommentar von Fovi:
"gute Auflösung, gute Schärfe"

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