Rollei Compactline 52

Die Rollei Compactline 52 wurde vermutlich im Jahr 2011 auf dem Markt eingeführt und Anfang 2015 immer noch für ca. 30 Euro verkauft.

Die Kamera ist sehr kompakt. Sie hat ziemlich genau die Breite und Höhe der ersten Canon Digital Ixus, aber nur etwa zwei Drittel der Gehäusedicke. Das schnörkellose Design und die kräftige Objektivumrandung lassen die Kamera vergleichsweise hochwertig wirken – zumindest auf Bildern. Da sie komplett aus Plastik besteht, ist sie sehr leicht und fühlt sich wie ein Spielzeug an. Als Speichermedium kommt eine Micro-SD-Karte wie in Smartphones oder Tablets zum Einsatz.

Die Energieversorgung übernehmen zwei Microzellen (AAA). Das ist ein Problem, weil diese deutlich weniger Energie speichern als Mignonzellen und selbst bei diesen reichen zwei Stück kaum für überzeugende Laufzeiten bei einer Digitalkamera aus. Ob Batterien oder Akkus – die Compactline 52 leert sie in Windeseile und verlangt häufig bereits nach 10 oder 20 Bildern nach neuen Energiespendern. So wird auch die Digitalfotografie zu einem teuren Hobby.

In der Internet-Werbung für diese Kamera ist die Rede von einer Gesichtserkennung, die für den richtigen Fokus sorgt. Wie das bei einer Kamera mit Fixfokus-Objektiv gehen soll, ist mir allerdings nicht ganz klar. An anderer Stelle ist in Verbindung mit dem 8 fachen Digitalzoom von gestochen scharfen Bildern die Rede. Das wäre ein algorithmisches Wunder – muss bei vollem Zoom doch ein einziger Sensorpixel die Bildinformation für 64 Pixel des gespeicherten Bildes liefern.

Kurzerhand: Die Rollei Compactline 52 ist ein Angebot am alleruntersten Ende des Preis- und Leistungsspektrums. Das ist auch durchaus in Ordnung. Allerdings gibt es eigentlich keinen Grund, so ein Produkt zu kaufen. In nahezu jedem Haushalt liegen jüngst ausgemusterte Smartphones in den Schubladen, deren Kameras um Längen besser sind. Und wenn es denn eine „richtige“ Kamera sein soll: Auf Flohmärkten findet man für einstellige Eurobeträge Markenkameras, die vor sechs bis acht Jahren mehrere hundert Euro gekostet haben und die in Sachen fotografischer Möglichkeiten und Bildqualität auch heute noch in einer gänzlich anderen Liga spielen.

Kommentar von anonym:
"Was immer den "Entwickler" dieser Kamera bewogen hat, einen Webcam-Sensor unter dem Namen "Rollei" zu verkaufen, ist mir nicht klar. Oder dem Namensgeber war nicht bewußt, wofür er den ehemals guten Ruf hergab."

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