Nikon CoolPix 5400

       

Die Coolpix 5400 trat nach etwa eineinhalb Jahren das Erbe der Coolpix 5000 an. Äußerlich hat sich nicht viel verändert, bei genauerer Betrachtung sind die Umbaumaßnahmen aber doch beträchtlich und nicht alle kommen dem Kunden zugute:

Der Bildsensor wurde nämlich bei gleicher Auflösung von 1/1,5“ auf 1/1,8“ verkleinert. Den dadurch kleineren Pixelpitch hat Nikon insofern berücksichtigt, als der maximale ISO-Wert nun nur noch bei 400 anstelle von 800 liegt. Seltsamerweise wurde auch der dreh- und schwenkbare Bildschirm der Kamera im gleichen Verhältnis wie der Sensor verkleinert, von 1,8“ auf 1,5“.

Der kleinere Sensor wurde nötig, um bei gleichen Gehäuseabmessungen nun ein Vierfach-Zoom unterzubringen. Die Anfangsbrennweite blieb dabei bei kleinbildäquivalenten 28 mm, was einem für damalige Verhältnisse starken Weitwinkel entspricht. Die maximale Brennweite liegt hingegen mit 116 mm in der Größenordnung der meisten Mitbewerber mit Dreifach-Zoom.

Videos kann die Coolpix 5400 nun mit VGA-Auflösung aufzeichnen, wodurch die Funktion nun endlich über Spielereien hinausgehend sinnvoll ist. Zumal nun drei Minuten lange Videoschnipsel aufgenommen werden können. Vorher war schon nach einer Minute schluss.

Eine Reihe von Funktionen sind hinzugekommen: Es gibt 15 Motivprogramme, eine ISO-Automatik, eine Bulb-Funktion, RAW-Aufzeichnung und diverse kleinere Verbesserungen.

Unterm Strich halten sich die Vor- und Nachteile der Coolpix 5400 gegenüber dem Vorgängermodell fast die Waage. Möglicherweise waren der kleinere Sensor und Bildschirm einfach der Tatsache geschuldet, dass die Preismarke von 1000 Euro unterboten werden sollte, während die Coolpix 5000 noch mit sehr selbstbewussten 1600 Euro auf den Markt kam.

Es gibt übrigens noch eine Coolpix 5200 von 2004, die ein Jahr darauf durch die Coolpix 5900 abgelöst wurde. Beide sind schöne Beispiele für das eher verwirrende Numerierungsschema von Nikon. Es handelt sich nämlich nicht mehr um Bridge-Kameras für fortgeschrittene Hobbyfotografen, sondern um schlichte Kompaktknipsen mit Dreifach-Zoom und ohne nennenswerte Einstellmöglichkeiten. Die einzige erkennbare Logik liegt darin, dass bei allen Coolpixen mit vierstelliger Nummer die erste Stelle offenbar die Sensorauflösung angibt.

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