Nikon CoolPix 5000

       

In der zweiten Hälfte des Jahres 2001 brachten die großen Kamerahersteller neue Topmodelle auf den Markt: Sony mit der DSC-F707 und Olympus mit der E-20P gingen mit voluminösen Profikameras und satten 5 Megapixeln Auflösung an den Start, Canon begnügte sich bei der G2 mit vier Megapixeln und einem Kompaktgehäuse. Nikon war in dieser Riege zunächst nicht vertreten. Im Januar 2002 kam dann die Coolpix 5000 auf den Markt. Überraschenderweise war die Kamera sehr kompakt und verzichtete auf die Schwenkmechanik der älteren High-End-Modelle von Nikon.

Die Bauform orientiert sich optisch an den Modellen Coolpix 800 und 885. Sie setzt allerdings mit den hellgrauen, asymmetrischen Einfassungen von Blitz, Auslöser und Sucherfenster ganz eigenwillige – und aus heutiger Sicht leicht befremdliche – Akzente. Mechanisch hat Nikon bei Canons G-Serie den dreh- und schwenkbaren Monitor abgeschaut. Am Monitorrand gibt es drei Tasten, die per Bildschirmbeschriftung wechselnde Funktionen haben können. Etwas irritierend dabei ist, dass die Tasten je nach Bildschirmposition mal oben und mal unten sitzen.

Generell ist die Ergonomie gewöhnungsbedürftig. Nikon war in dieser Hinsicht schon immer etwas eigen und machte es den Anwendern anderer Fabrikate nicht leicht. Viele Einstellungen werden durch Festhalten einer Taste und gleichzeitiges Drehen eines Rades vorgenommen. Blöd nur, dass sowohl die Tasten als auch das Rad am besten mit dem rechten Daumen erreichbar wären. Gleichzeitig geht das nicht – weshalb man entweder akrobatische Verrenkungen mit dem Zeigefinger macht, um das Rad zu drehen, oder die Tasten mit der linken Hand bedient, woraufhin man die Hand vor dem Display hat. Vielleicht sind Nikon-Fans ja anatomisch anders konstruiert als ich…

Ebenfalls ungewöhnlich ist der Verzicht auf ein Moduswahlrad für die verschiedenen Belichtungsmodi. Anstelle dessen kann man sich über das Menü vier verschiedene Anwendermodi konfigurieren, zwischen denen dann (per Taste + Einstellrad) schnell gewechselt werden kann. Um mal eben schnell ein Bild mit Blendenvorwahl zu machen ist das unnötig kompliziert. Wenn jemand maximal vier „Lieblingsmodi“ hat und diese einmal konfiguriert hat, ist das Verfahren allerdings überlegen, weil man außer dem Belichtungsmodus auch fast alle anderen Einstellungen mit den Anwendermodi verknüpfen kann.

Nikon verlangte für die Coolpix 5000 anfangs etwa 3000 Mark. Damit aber nicht genug. Das recht weitwinklig ausgelegte Dreifach-Zoom-Objektiv konnte man durch Aufsatzlinsen in beiden Richtungen erweitern. Dadurch war ein Weitwinkel mit 19 mm kleinbildäquivalenter Brennweite ebenso machbar wie ein Tele mit über 250 mm. Über einen Blitzschuh konnte ein Nikon-Systemblitz aufgesteckt werden und ein zusätzlicher Batteriegriff erweiterte die Batteriekapazität und lieferte einen extra Auslöser für das Hochkantformat.

Ohne weiteres Zubehör ist die Coolpix 5000 bereits eine solide verarbeitete Kompaktkamera mit den kompletten Einstellmöglichkeiten der Oberklasse. Das Objektiv überzeugt zwar in der allgemeinen Bildqualität (Schärfe, Vignettierungen, Verzeichnungen, Farbränder), weniger jedoch in der Lichtstärke und dem sehr eingeschränkten Brennweitenbereich. Fotografieeinsteiger können auf die Anwendermodi verzichten und die Kamera die meisten Einstellungen selbst festlegen lassen. Für fortgeschrittene Fotografen ergeben sich durch die Anwendermodi weiterreichende Einstellmöglichkeiten als beim Mitbewerb, allerdings erkauft durch eine gewisse Unübersichtlichkeit.

Nach einem halben Jahr verlor die Coolpix 5000 bereits ihre Stellung als Topmodell von Nikon an die Coolpix 5700, die sich durch einen erweiterten Zoombereich in einem voluminöseren Gehäuse auszeichnete.

Beispielbilder

Flohmarkt, Karlsruhe, 23.5.2015
Günther-Klotz-Anlage, Karlsruhe, 22.04.2016
Günther-Klotz-Anlage, Karlsruhe, 22.04.2016
Günther-Klotz-Anlage, Karlsruhe, 22.04.2016
Günther-Klotz-Anlage, Karlsruhe, 22.04.2016

Kommentar von Nikon D1X:
"2002 hatte ich dafür "kein Auge", aber die Coolpix 5000 wurde mit mehreren Firmwareupdates über die Jahre "auf dem Laufenden" gehalten. Mit Version 1.7 wurde es möglich, dass die Kamera im Rohformat speichert. Also kaum veränderte Dateien – eben "roh" – ablegt, die sich hervorragend für die Nachbearbeitung eignen. Damit lässt sich dann das Maximum aus jeder Kamera herausholen, die das Speichern im Rohformat gestattet."

Kommentar von fovefan:
"Die ISO800 Einstellung brachte in der Originalggröße viel Rauschen ins Bild,das sich aber beim Verkleinern so genial ineinander fügte,daß es fast eliminiert wurde."

Kommentar von hoelli:
"Benutze sie heute noch gelegentlich als Zweit-/Ersatzkamera. Die Bildqualität ist selbst für heutige Verhältnisse völlig in Ordnung, das Farbrauschen bei höheren ISO-Werten lässt sich mit entsprechenden Tools schnell in den Griff kriegen. Selbst Deadpixel können eliminiert werden, damals mit "CCD defects reader", heutzutage glaube ich mit "Pixelfixer"."

Kommentar von Viola sonans:
"Ich benutze die Kamera gelegentlich bei Makroaufnahmen, insbesondere zum Abfotografieren von Dias mit einem Kopiervorsatz. Die Kamera ist noch voll funktionsfähig, bis auf den Deckel des Batteriefaches, an dem ein Nocken abgebrochen ist. Beim Öffnen fällt der Deckel ab und ich muss ein wenig fummeln, um ihn einzusetzen und zu verriegeln"

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