Nikon Coolpix S9500

     

Die Nikon S9500 ist ein wahres Ausstattungsmonster im Format einer typischen Reisezoom-Kamera. Mit der Kombination von 18 Megapixeln, einem 22fachen Zoombereich, einem hochauflösenden OLED-Bildschirm, GPS und WLAN stellte sie 2013 das obere Ende von Nikons Produktportfolio in dieser Kameraklasse dar.

Das Design spiegelt die hochwertige Ausstattung wider. Bei dem roten Exemplar in der Sammlung spielt Nikon mit verschiedenen Farbnuancen und Materialien: metallisch glänzend um das Objektiv, rauh und matt auf der Vorderseite, glatt und matt auf der Rückseite und leicht irisierend auf der Oberseite. Und von allen Seiten extrem rot. Ob’s die Signalfarbe oder das gesamte Design ist: Die Kamera wirkt für eine Kompakte ziemlich groß. Ist sie auch, überragt andere Modelle wie z.B. die Canon SX-210IS aber nur um wenige Millimeter in der Breite. Rund um das Objektiv ist die Kamera gut drei Zentimeter dick. Beim Einschalten entfaltet sich ein Objektiv, das in Teleposition gut 5 Zentimeter herausschaut.

Die Kamera ist natürlich noch weit davon entfernt, ein Museumsstück zu sein. Allerdings kann man an ihr sehr schön zeigen, wohin die Reise in den letzten Jahren gegangen ist. Wer von seinem Smartphone die Geocodierung von Fotos kennt und es gewohnt ist, Schnappschüsse sofort zu teilen, will das natürlich auch bei der Kamera nicht missen. Und vom superfein auslösenden Smartphone-Bildschirm will natürlich auch niemand zu einer grobpixeligen Wüstenei wechseln. Bildschirm, GPS und WLAN waren also Pflicht.

Außerdem protzt die Nikon geradezu mit einer Eigenschaft, die Smartphones derzeit noch gar nicht bieten, nämlich dem optischen Zoom.

Leider kommt die Kamera in einer anderen Eigenschaft den typischen Smartphone-Kameras enttäuschend nahe: Der Bildsensor ist winzig und seine dadurch bedingten Defizite kompensiert die Kamera mit einem beherzten Griff in die Bildoptimierungs-Trickkiste. Die Resultate dürften die meisten Freizeitknipser voll und ganz befriedigen. Betrachtet man die Bilder aber auf Pixelebene, kann es einen ganz schön grausen. Da werden Details glattgebügelt, Kontrastkanten so weit herausgearbeitet, dass sie Zacken bekommen und wüste Jpeg-Artefakte im Bild verstreut. Dazu rauscht es auch bei niedrigen ISO-Werten ganz erheblich und teils sogar motivzerstörend. Dabei erweist sich auch das Objektiv als eher mittelmäßig: Die Schärfe ist am Bildrand deutlich schlechter als in der Mitte und an Kontrastkanten entstehen manchmal chromatische Aberrationen, die an Neonreklame erinnern. Unterm Strich sind die Bilder meist eher auf dem Niveau einer ordentlichen Kamera der 8-Megapixel-Klasse.

Man wird für die Unzulänglichkeiten aber mit einer Kamera entschädigt, die vom Ultraweitwinkel bis zum Mega-Tele alles abdeckt, dazu noch Full-HD-Videos in passabler Qualität produziert und auch bei wenig Licht noch irgendwie halbwegs ansehnliche Bilder produziert. Alles ohne höhere fotografische Ansprüche, aber vollkommen OK um das Familienleben oder den Urlaub zu dokumentieren.

Beispielbilder

Blick auf Schöllbronn, 9.4.2017
Kirschblüten, Schöllbronn, 9.4.2017
Rechenmaschine Schubert, 9.4.2017

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