Noname Digigr8 1.3M Pixels

     

Googelt man nach dem Namen Digigr8 – was wohl wie „Digigreat“ gesprochen werden soll – so findet man zahlreiche Einfachstkameras in unterschiedlichsten Designs. Das hier vorgestellte Exemplar habe ich nirgends gefunden – insofern sei dieser Meilenstein der Digitalkamerageschichte hier also weltexklusiv erstmalig präsentiert.

Rekorde setzt diese Kamera eher im negativen Bereich. Sie hat einen Bildschirm mit einer Diagonale von sage und schreibe 2,6 Zentimetern. Jede Briefmarke ist deutlich größer. Die Bedienung erfolgt über ein großzügiges Angebot von fünf Tasten + Auslöser. Trotzdem ist die Bedienung nur schwer zu durchschauen. Das fängt beim Einschalten schon an. Einen Power-Knopf hat die Kamera nicht, dafür muss die Menütaste herhalten. Ausschalten kann man die Kamera so nicht und auch keine der anderen Tasten wollte dieses Kunststück vollbringen. Ich habe sie daher abgeschaltet, indem ich das Batteriefach kurz geöffnet habe. Funktioniert prima, allerdings sind dann die Bilder weg. Die Kamera hat nämlich offenbar keinen Flash-Speicher, sondern einen Arbeitsspeicher, der auf permanente Stromzufuhr angewiesen ist.

Eine Speicherkarte kann man nicht einsetzen. Der interne Speicher reicht für 26 Bilder in hoher und doppelt so viel in geringer Auflösung. Verbindet man die Kamera per USB mit einem PC, so wird sie zwar als Gerät erkannt, ohne Treiber kommt man jedoch nicht an die Bilder heran. Somit konnte ich mich von der Qualität der interpolierten 1,3MP-Aufnahmen leider nicht selbst überzeugen.

Ich habe die Kamera - weil es keine Informationen dazu gibt - kurzerhand zerlegt. Gefunden habe ich eine Platine, auf der das Objektiv durch großflächigen Einsatz eines Heißklebers fixiert wurde. Dadurch kommt man an die entscheidenden Bauteile nur schwer heran. Gefunden habe ich einen ein Megabit großen Flashspeicher, der aber kaum zur Bildspeicherung da sein kann. Dafür ist wohl der große Chip in der Mitte unter dem Lautsprecher da - ein 8 MB großer D-RAM. Daneben ein großer Kondensator als Energiespeicher für den Blitz. An den Logikchip der Kamera kommt man leider nicht heran, ohne das Konglomerat aus Objektiv und Sensor zu zerstören. Die Platine wurde laut Aufdruck 2003 layoutet, die Kamera laut der verwendeten Chips wohl 2006 hergestellt. Sie scheint also mindestens drei Jahre lang produziert worden zu sein.

Nachtrag: Fünf Sekunden lang auf die Menütaste drücken schaltet die Kamera ab. Eigentlich naheliegend…

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