Minolta Dimâge 2300

Auf den ersten Blick macht die Dimâge 2300 einen recht ordentlichen Eindruck. Sie hat die typischen Bedienelemente einer Kompaktkamera, ein Funktionswahlrad, einen ordentlich großen Bildschirm, ein zusätzliches Statusdisplay und ein gefälliges, nicht zu großes Gehäuse. Das Objektiv ist durch einen integrierten Schieber gut geschützt.

Erste Zweifel kommen dann bei der Bedienung auf: Hier ist die Kamera völlig verunglückt. Ohne Anleitung kommt man den meisten Funktionen nur nach längerem Herumprobieren auf die Schliche. Intuitiv läuft fast nichts. Beispiele: Neben dem Objektiv befindet sich der Schieber für die Objektivabdeckung. Öffnet man ihn, schaltet sich die Kamera im Aufnahmemodus ein - allerdings erst nach einer Verzögerung von ca. 3 Sekunden, in denen die Kamera noch keinerlei Lebenszeichen von sich gibt. Um in den Wiedergabemodus zu wechseln, muss man die Objektivabdeckung schließen, worauf sich die Kamera nach einer Schrecksekunde abschaltet. Anschließend wacht sie nach einsekündigem Druck auf die Enter-Taste im Wiedergabemodus wieder auf. Mit derselben Taste macht man sie auch wieder aus - wobei sie sich manchmal aus unerfindlichen Gründen einen kleinen Moment danach wieder einschaltet. Ebenso unglücklich die Einstellungen im Aufnahmemodus. Um Beispielsweise den Blitzmodus zu wechseln, Drückt man auf die entsprechende Taste. Auf dem Bildschirm tut sich dabei leider gar nichts, nur im Statusdisplay gehen alle Anzeigen bis auf die des Blitzmodus aus. Nun muss man den Modus mit den Pfeiltasten neben dem Bildschirm verändern, obwohl die Anzeige dazu auf dem Statusdisplay stattfindet. Wer hat sich das bloß ausgedacht?

Insgesamt fällt auf, dass die Kamera sehr langsam reagiert. Laufend muss man warten: Aufs Abspeichern eines Bildes, auf die Bildanzeige, auf die Reaktion der Belichtungsautomatik bei Helligkeitsänderungen, auf das Ein- oder Ausschalten nach Betätigung der entsprechenden Bedienelemente.

All dies könnte die Kamera durch herausragende Bildergebnisse überkompensieren. Die technischen Voraussetzungen dafür sollten gegeben sein: Die Kamera hat ein - zumindest der Papierform nach - gutes Autofokus-Objektiv, einen für ihre Klasse großen Bildsensor und nicht zuletzt einen renommierten Markennamen auf dem Gehäuse stehen. Aber auch hier werden die Erwartungen enttäuscht. Kaum ein Bild erreicht die Qualität, die bei 2 Megapixeln möglich wäre. Besonders unglücklich agiert die Belichtungsautomatik, die bei Aufnahmen in Gebäuden meist unter- und im Freien meist überbelichtet. Details werden offenbar vom Entrauschungsalgorithmus plattgebügelt, wobei ihm das Kunststück gelingt, das eigentliche Rauschen kaum zu reduzieren. Der Blitz ist nur im absoluten Nahbereich zu gebrauchen.

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