Sony DSC-F1

     

Die DSC-F1 war Sonys erste Digitalkamera. Sie ähnelt in vielerlei Hinsicht den Kameras anderer Hersteller aus der gleichen Generation: Wie z.B. die Olympus C400L oder die Casio QV-100 hat sie einen eingebauten Bildschirm, aber noch keine entnehmbare Speicherkarte. Es sind 4 MB Flash-Speicher eingebaut, die für 27 Bilder ausreichen. Diese müssen per serieller Schnittstelle oder Infrarot-Port an den Computer übertragen werden.

Ihr ungewöhnliches Design verdankt die DSC-F1 vor allem der Anordnung des schwenkbaren Objektivs am oberen Gehäuserand. Die Optik ist lichtstark, hat aber keinen Zoom und auch keinen Autofokus. Der Sensor ist nach heutigen Maßstäben winzig, hat dafür aber auch nur VGA-Auflösung.

Sony hat der Kamera einige für ihre Zeit außergewöhnliche Features spendiert. Dazu zählen ein Serienbildmodus mit ca. 2 Aufnahmen pro Sekunde und der „Zeitmaschinen-Modus“, in dem die Kamera kontinuierlich Bilder zwischenspeichert und beim Druck auf den Auslöser einige Aufnahmen davor und danach in den Flash-Speicher schreibt. Außerdem kann die Kamera innerhalb einer dreißigstel Sekunde gleich neun Bilder aufnehmen, die allerdings gekachelt in einem einzigen Bild von 640x480 Pixeln gespeichert werden.

Ungewöhnlich für ihre Zeit sind manuelle Einstellmöglichkeiten und der Lithium-Ionen-Akku samt Ladegerät im Lieferumfang.

Das kompakte Gehäuse und das auch heute noch elegant wirkende Erscheinungsbild ließ sich Sony allerdings sehr gut bezahlen. Die Kamera zählte zu den höherpreisigen Angeboten unter den VGA-Kameras. Sie wurde allerdings auch für ihre gute Bildqualität sehr gelobt.

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