Sony DSC-S70

Königsklasse

Im Jahr 2000 war die DSC-S70 das Top-Modell unter den Kompaktkameras von Sony. Im eher konservativ gestalteten Gehäuse ist ein 3-fach-Zoomobjektiv von Carl Zeiss untergebracht, das mit einem 3,3MP-CCD-Sensor kombiniert ist. Der Sensor wurde von Sony selbst gefertigt und ist in vielen Kameras dieser Generation zu finden. Die Metallverblendung auf der Vorderseite der etwas dicklichen Kamera und das große 5cm-Display unterstreichen den hohen Anspruch.

laaaangsam...

Leider auf deutlich niedrigerem Niveau bewegt sich die Kamera in Sachen Geschwindigkeit. Nach dem Einschalten quält sich das Objektiv in endlos scheinenden vier Sekunden aus dem Gehäuse. Auch die Fokussierung dauert ewig - obwohl die Kamera auch ohne Druck auf den Auslöser permanent die Schärfe nachführt, wobei sie übrigens lustig zwitschernde Geräusche macht. Hören kann man die aber nur, wenn man ein Ohr an die Kamera hält - oder einen Videofilm aufzeichnet. Dort ist das Gezwitscher nämlich leider überdeutlich zu hören.

Handbetrieb

Viele Einstellungen können manuell gemacht werden, wobei sich die Kamera - typisch für Sony - in Sachen Bedienung eher an Videokameras orientiert. Ungewöhnlich ist der manuelle Fokus, der per Tastendruck in wenigen Stufen (Makro, 0,5m, 1m, 3m, 7m, unendlich) einstellbar ist. Ansonsten haben der Blitz und die Belichtungsmodi eigene Tasten, der Rest wird über das bei Sony typische "Pull-Up-Menü" eingestellt. Leider kann die Kamera nur auf die Sprachen Japanisch und Englisch eingestellt werden.

Einen Blitzschuh hat die Kamera leider nicht, dafür aber einen Blitzausgang per Buchse. Von Sony gab es dazu den passenden Systemblitz HVL-F1000. Dazu wurde eine Schiene geliefert, auf der der Blitz aufgesteckt wird und die über das Stativgewinde unten an der Kamera befestigt werden kann. Der Blitz sitzt folglich neben der Kamera und das gesamte Gebilde erreicht dann die Ausmaße einer Spiegelreflexkamera - zumindest in der Breite.

Schöne Bilder

Die Kombination des anerkannt guten Sensors mit einer hochwertigen Optik garantiert für ordentliche Bildergebnisse auf dem bei einer 3MP-Kamera erwartbaren Niveau. Allerdings sollte man sich mit dieser Kamera wegen der Auslöseverzögerung auf unbewegliche Objekte spezialisieren.

Kommentar von Stefan:
"Die Kamera war zum damaligen Zeitpunkt einfach spitze!"

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