Sony DSC-V1

Kompaktes Kraftpaket

Die DSC-V1 war als kompakte Bridgekamera konzipiert und ist daher ausgezeichnet ausgestattet. Sie ist damit in der gleichen Leistungsklasse wie die Canon G5 zuhause, aber in allen Dimensionen ein ganzes Stück kleiner als diese. Dieser Vorteil wird allerdings mit den etwas gedrängt wirkenden Bedienelementen auf der Rückseite und einem winzigen Bildschirm erkauft.

Die Basisfunktionen der Kamera werden über ein Moduswahlrad eingestellt, für weitere Parameter ist ein Steuerkreuz neben dem Bildschirm vorhanden. In den Kreativmodi (Blenden-, Zeitpriorität und manueller Modus) werden die Einstellungen mit einem kleinen Rädchen mit Klickfunktion ("Jog-Dial") gemacht, das senkrecht auf der Kamerarückseite angebracht ist und mit dem Daumen bedient wird. Bei den meisten anderen Kameras sind solche Rädchen in der Nähe des Auslösers und werden mit dem Zeigefinger betätigt. Der Daumen ist auch für das Zoomen zuständig - der dafür vorgesehene Knubbel auf der Kamerarückseite ist allerdings etwas fummelig geraten.

Der Blitz klappt bei Benutzung ein kleines Stückchen hoch, was aber zur Vermeidung von rotgeblitzten Augen noch nicht ausreicht. Der Blitzschuh erlaubt aber auch die Verwendung eines Systemblitzes von Sony, der allerdings fast genauso groß wie die Kamera ist und dadurch etwas unproportioniert wirkt.

Bei der Fokussierung greift die Kamera in schwierigen Lichtsituationen auf einen kleinen Projektor zurück, der ein Linienmuster auf das zu fotografierende Objekt wirft und anhand des dabei entstehenden Bildes die Entfernung bestimmt. Auch dadurch war die DSC-V1 zu ihrer Zeit mit Fokussierzeiten von unter einer halben Sekunde bei den Kompaktkameras fast konkurrenzlos. Das hohe Tempo gilt allerdings nicht beim Einschalten, wo das Objektiv ziemlich gemütlich in Arbeitsposition trödelt und dabei über vier Sekunden braucht.

Eine weitere Besonderheit verbirgt sich hinter einem kleinen Schalterchen auf der Kameraoberseite. Es hat neben der Normaleinstellung die beiden Positionen "Nightframing" und "Nightshot". In beiden Fällen wird eine Infrarotlichtquelle an der Kamerafront eingeschaltet und der IR-Filter vor dem Kamerasensor entfernt. Beides zusammen erlaubt es, dass die Kamera auch bei völliger Dunkelheit noch ein Bild auf dem Display zeigt. Sie verwandelt sich also quasi in ein Nachtsichtgerät. Der Unterschied der beiden Modi zeigt sich erst beim Druck auf den Auslöser: Bei ?Nightframing? wird dann mit Hilfe des Blitzes ein ganz normales Foto gemacht, bei ?Nightshot? macht die Kamera eine Infrarotaufnahme ohne Blitz.

Das lichtstarke Objektiv mit Vierfachzoom trägt die klangvolle Aufschrift "Carl Zeiss". Es wird durch gute Abbildungsleistungen diesem Namen auch durchaus gerecht. Durch die Kombination mit einem eher kleinen Bildsensor ist allerdings trotzdem nicht zu vermeiden, dass die Bilder bei höheren ISO-Werten zunehmend verrauscht sind.

Unterm Strich ist die DSC-V1 eine für ihre Zeit extrem kompakte und gleichzeitig leistungsstarke Kamera, die gute Bilder produziert und gut zu bedienen ist.

Kommentar von zaphod715:
"Hat "night shot": ermöglicht IR-Bilder mit dem richtigen Sperrfilter"

Kommentar von Gustav:
"Habe dazu mehrere Filter, Tele- und Weitwinkelobjektiv. In einsamen Stunden verwende ich sie mal."

Kommentar von alchalie:
"Geniale Knipse! Brauche wahrscheinlich nie wieder eine neue :)"

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