Fuji FinePix F810

   

Die F810 ist der modellgepflegte Nachfolger der ein Jahr älteren F700. In dieser Zeit hat sich einiges getan: Aus dem 3-MP-Sensor wurde einer mit 6 Megapixeln. Das zuvor etwas unausgegorene Design ist jetzt deutlich gefälliger und auch das Bedienkonzept mit einem großen Rändelrad auf der Rückseite gefällt. Wie bei anderen Modellen hat Fuji der Kamera gleich zwei Menüs spendiert: Einmal das Hauptmenü mit den Grundeinstellungen und außerdem die f-Taste, mit der Auflösung, ISO-Wert und „Filmmaterial“ schnell ausgewählt werden können. Ein Moduswahlrad auf der Kameraoberseite ermöglicht den schnellen Zugriff auf Motivprogramme und das gesamte Portfolio aus Voll-, Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie einen manuellen Belichtungsmodus.

Auffällig ist der Bildschirm im Panoramaformat, was gut zur Außenform der Kamera passt. Tatsächlich kann man die Kamera mit einem Schiebeschalter zwischen Normal- und Panoramamodus umschalten. Allerdings hat der Sensor das konventionelle 4:3-Format der meisten Kompaktkameras, so dass der Panoramamodus durch Abschneiden der Bildanteile am oberen und unteren Rand realisiert wird.

Vom Vorgängermodell hat die Kamera das rasend schnell ausfahrende Objektiv geerbt, was der Kamera eine kurze Einschaltverzögerung bis zum ersten Bild beschert. Neu ist der ausklappbare Blitz, der allerdings nur auf Knopfdruck herausspringt, dafür aber beim Abschalten der Kamera automatisch wieder im Gehäuse verschwindet.

Von den Bildern bin ich trotz der höheren Auflösung nicht ganz so überzeugt wie beim Vorgängermodell.

Beispielbilder

Kalorienbombe, Ettlingen, 4. März 2016
Funkturm, Karlsruhe Knielingen, 16. März 2016
Blüten, Karlsruhe, 16. März 2016
Abendstimmung am Schloss, Karlsruhe, 16. März 2016
Abendstimmung am Schloss, Karlsruhe, 16. März 2016

Kommentar von Jörg Hagen:
"Für mich damals eine hervorragende, weil flexible und technisch gute Kompaktkamera, mit der man sich ein wenig auseinander setzen musste, dann aber überdurchschnittliche Qualität erzielen konnte. Solides Metallgehäuse, tolles Design - auch wenn das Geschmackssache ist. Ich würde sie mir sehr gern heute nochmal gebraucht kaufen, schon allein aus nostalgischen Gründen."

Kommentar von Alfred E.Neumann:
"Die Kamera war kurz nach dem Kauf zweimal zur Reparatur, weil der von Sony hergestellte Bildsensor von Produktionsfehlern betroffen war (starke Streifenbildung) und es eine große Rückrufaktion gab. Die betroffenen Sensoren wurden damals in vielen verschiedenen Modellen verbaut. Nach der zweiten Reparatur funzte die Kamera dann einwandfrei. Die Bildqualität war ganz in Ordnung, aber die sehr ausgeprägten lila Farbsäume bei offener Blende und hohen Kontrasten waren schon störend, das Objektiv war eben eine sehr einfache Konstruktion. Dafür gab es schön knallige, bunte Farben, was bei Natur,- und Landschaftsaufnahmen ganz gut passte. Auf Wunsch konnte man auch den Farbmodus "Fujichrome" einstellen, der simulierte die schön knalligen Farben der Fuji-Diafilme. Sie funzt übrigens immer noch einwandfrei."

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Geht nicht mehr an
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