Fuji FUJIX DS-220

Fujis Flachmann

Die Fujix DS-220 ist eine Kompaktkamera in Feldstecher-Bauform. Sie ähnelt in der Grundausstattung der Kodak DC-50, war aber von Anfang an als Kamerasystem mit diversen Erweiterungsoptionen vorgesehen.

Während die Kodak DC-50 ein Autofokus-Zoom-Objektiv hat, erlaubt das Objektiv der DS-220 nur die Umschaltung zwischen zwei Brennweiten. Immerhin ist ebenfalls ein Autofokus an Bord. Serienmäßig hat die Kamera einen optischen Sucher und ein großes LC-Display zur Kontrolle der Einstellungen. Die zugehörigen Tasten sind ebenfalls auf der Oberseite angebracht und ermöglichen die Einstellung von Bildqualität, Blitzmodus und Belichtungskorrektur. Ein Moduswahlrad dient als Einschalter und zur Wahl zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus. Außerdem kann man damit den Selbstauslöser aktivieren.

Während bei der Kodak DC-50 die Handhabung der AA-Batterien ein ziemliches Gefummel ist, bringt die DS-220 einen Li-Ion-Akku mit, der damals auch bei Videocamcordern von Sony eingesetzt wurde. Diesen kann man im beigelegten Ladegerät füllen. Anstelle des Akkus kann man an der Kamera auch einen Akku-Dummy mit Kabel anbringen und das Ladegerät dient dann als Netzteil.

Zur Betrchtung der Bilder und als Kontrollmonitor bei der Aufnahme konnte man die Kamera mit dem Bildschirm PA-D22 erweitern. Der ist an einer Blechhalterung schwenkbar angebracht, welche wiederum am Stativgewinde der Kamera befestigt wird. Die elektrische Verbindung erfolgt per Kabel, das an der Kamera angestöpselt wird. Da der Monitor als Extrakästchen oben auf der Kamera sitzt und in Betrieb zusätzlich die Objektivabdeckung hochgeklappt werden muss, sieht die Kamera dann ziemlich zerklüftet aus. Der Bildschirm verteuerte die mit knapp 1800 DM bereits recht kostspielige Kamera um weitere 450 DM.

Als weiteres Zubehörteil gab es ein Makro-Kit, bestehend aus drei verschiedenen Nahlinsen, die vorn am Objektiv angebracht werden konnten, sowie zusätzlichen Blitzen links und rechts für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Das war mit 1150 DM allerdings ein teurer Spaß und dürfte daher nur professionell genutzt worden sein.

Um das ganze Zubehör unterzubringen gab es von Fuji noch das Köfferchen LC-D22.

Die Bilder landen auf einer PCMCIA-Speicherkarte, wobei auch dicke Typ II-Karten in den Schacht passen. Die Karte kann man direkt in einem Notebook auslesen. Es gab auch passende Lesegeräte für den PC. Eine serielle Verbindung per Kabel ist aber natürlich ebenfalls möglich.

Die DS-220 ist eine Kamera aus den Anfangstagen der digitalen Fotografie. Und genau so sieht sie auch aus und so fühlt sich auch die Bedienung an: Ein tolles Stück Ingenieurskunst, das aber noch nicht viel Feinschliff in Sachen Design oder einfacher Bedienbarkeit abbekommen hat. So wird beispielsweise der zusätzliche Bildschirm ausschließlich zur Bildanzeige verwendet. Die Einstellungen laufen weiterhin über das sehr reduzierte LC-Display. Dabei kann der Monitor durchaus auch Text anzeigen. Das füht er aber nur vor, wenn eines der Bilder auf der Speicherkarte nicht lesbar ist.

Wenn man die Preise inflationsbereinigt umrechnet, kostete die DS-220 etwa 1200 €, der Bildschirm etwa 300 € und das Makrokit etwa 800 €. Für alles miteinander konnte man also stolze 2300 € auf den Ladentisch legen. Dafür bekam man dann eine Kamera, die Bilder in VGA-Auflösung produzierte und bereits ein Jahr später in Sachen Bildqualität durch die Olympus C-800 L deutlich übertroffen wurde.

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