Fuji iX-1

Die iX-1 war Fujis Versuch, in den Billigmarkt der Aiptek-Pencams und vergleichbarer Produkte einzudringen. Mit einem witzigen Design und einem Kampfpreis von 90 Euro hätte das gelingen können. Allerdings ist die Technik doch arg spartanisch geraten: Die VGA-Auflösung bedient die Kamera nur bei guten Lichtverhältnissen und stehenden Objekten halbwegs akzeptabel, ansonsten sind unterbelichtete oder verwackelte Bilder die Folge. Reicht das Licht gar nicht aus, verweigert die Kamera den Druck auf den Auslöser mit einem Signalton. Auf einen Blitz hat Fuji verzichtet. Ebenso auf einen Bildschirm und einen Schacht für Speicherkarten. Letzteres wäre angesichts des internen Speichers von 8 MB jedoch dringend angezeigt gewesen. Bei VGA-Auflösung ist der Speicher nämlich bereits nach 26 Aufnahmen voll.

Ein weiteres Zeichen der Sparmaßnahmen zeigt sich in der Reduktion der Bedienelemente auf ein zweistelliges Siebensegment-Display und sage und schreibe eine einzige Bedientaste. Mit dieser wählt man den gewünschten Betriebsmodus aus und bestätigt ihn mit einem Druck auf den Auslöser. Sie kryptischen Anzeigen im Display werden erst nach Handbuchstudium verständlich.

Die iX-1 kann sogar kurze Filmsequenzen aufzeichnen und - an einen PC angeschlossen - als Webcam fungieren. Leider zeigt sie auch in diesen Disziplinen Leistungen am unteren Rande des zumutbaren. Man könnte vermuten, dass sich Fuji mit diesem unausgegorenen Produkt keinen echten Gefallen getan hat. Eine Produktlinie ist aus der iX-1 auf jeden Fall nicht geworden.

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