Panasonic Lumix DMC-G3

       

Mit der G3 brachte Panasonic 2011 die dritte Generation der MFT-Systemkameras der G-Familie auf den Markt. Der Schwerpunkt lag dabei auf einem möglichst kompakten und hochwertigen Gehäuse. Die grundlegende Form einer geschrumpften DSLR-Kamera mit elektronischem Sucher und Ausklapp-Blitz im Höcker des Gehäuses blieb dabei bestehen. Allerdings fiel der stark ausgeformte Handgriff der Verkleinerung zum Opfer – mit den bekannten Nachteilen der schlechteren Handhabung ohne nennenswert geringeres Gewicht und bessere Handlichkeit.

Auf der Rückseite ist weiterhin ein klapp- und schwenkbarer Bildschirm angebracht. Leider ist dieser recht niedrig aufgelöst. Das macht aber der Sucher mit glatt der dreifachen Auflösung wieder wett. Durch das kleinere Gehäuse ist auch weniger Platz für Bedienelemente, so dass die G3 hier auf einige direkte Einstellmöglichkeiten verzichten muss. Dafür kann man die Videoaufnahme mit einer eigenen Taste starten und ein beleuchtetes Knöpfchen dient der Aktivierung der intelligenten Automatik. Die analysiert das anvisierte Motiv und wählt das passende Motivprogramm dazu. Offensichtlich ist die Kamera eher für Einsteiger als für Fotoprofis gedacht. Dazu passt auch, dass der Bildschirm nun als Touch-Screen ausgeführt ist, was die Bedienung weiter vereinfacht. So ganz ausgereift ist das aber bei der G3 noch nicht und der Bildschirm reagiert recht träge.

Der Bildsensor ist gegenüber dem Vorgängermodell von 12 auf 16 MP gewachsen. In der Praxis macht das keinen allzugroßen Unterschied, aber immerhin hat Panasonic das Bildrauschen trotz des geringeren Pixelabstands weiterhin gut im Griff – zumindest bis ISO 1600.

Die G3 gab es in verschiedenen Sets, von denen das vermutlich meistverkaufte das 14 – 42 mm, 1:3,5-5,6 Kitobjektiv mit im Paket hatte. Für einen Mehrpreis von etwa 50 Euro gegenüber dem reinen Body lieferte es einen Bildstabilisator und eine recht annehmbare optische Qualität. Dass man mit einem Plastikbajonett und einer wenig beeindruckenden Haptik leben muss, ist angesichts des Mehrpreises nicht anders zu erwarten. Für höhere Ansprüche und Freunde eines typischen Urlaubs-Zoom-Bereichs gab es auch weiterhin das 14-140 mm als Kitobjektiv – für einen Aufpreis von etwa 400 Euro.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist die G3 nun auch in der Lage, FullHD-Filme zu drehen. Dabei ist es allerdings unverständlich, dass man die Buchse für ein externes Mikrofon weggespart hat.

Die Kamera macht auch heute noch Spaß. Das Alter merkt man ihr am ehesten am niedrigauflösenden Monitor an, der Sucher ist dagegen immer noch gut benutzbar. Ansonsten ist die Kamera unkompliziert zu bedienen und liegt trotz des fehlenden Griffwulstes passabel in der Hand. Im Vergleich zur DMC-G81, meiner Alltagskamera, fiel mir vor allem der fehlende Augensensor auf. Man muss daher von Hand zwischen Sucher und Bildschirm hin und her schalten. Ansonsten erscheint die G3 gegenüber dem Feature-Monster G81 sehr reduziert und auf die Fotografie konzentriert.

Beispielbilder

Distel, Schöllbronn, 12.09.2021
Strommast, Schöllbronn, 12.09.2021
Spinnennetz, Schöllbronn, 12.09.2021
Morgenstimmung, Schöllbronn, 12.09.2021
Spinne, Schöllbronn, 12.09.2021
Spinne, Schöllbronn, 12.09.2021

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