Sony MVC-CD500

       

Als die Sensorauflösungen und damit auch die Bilddateien immer größer wurden, wurde immer deutlicher, dass Sony mit dem eingebauten Diskettenlaufwerk der Digital-Mavica-Familie in einer Sackgasse gelandet war. Mit den Memory-Sticks hatte Sony zwar auch einen Flash-Speicher für Kameras im Angebot, aber so ganz wollte man sich offenbar von Kameras mit Wechseldatenträgern noch nicht verabschieden. Als Nachfolger der Disketten hatte Sony CD-Singles mit 8 cm Durchmesser ausgesucht. Diese waren standardisiert, hatten sich aber nie richtig durchsetzen können. Sony hatte das Format bereits zehn Jahre zuvor in den E-Book-Playern der Data Discman-Serie verwendet.

Den Start machte im Jahr 2000 die gewaltige MVC-CD1000 mit 10fach-Ultrazoom-Objektiv und der Anmutung von Studioequipment. Im Jahr darauf erschienen die MVC-CD200 und MVC-CD300 mit Dreifach-Zoom. 2002 kamen dann die MVC-CD250 und MVC-CD400 auf den Markt. Beide sind weitgehend identisch, erstere hat allerdings nur einen 2-MP-Sensor, die andere einen 4-MP-Sensor.

Die hier abgebildete MVC-CD500 gehört zur letzten Generation und ist die mit einem 5-Megapixel-Sensor ausgestattete Weiterentwicklung der MVC-CD400. Betrachtet man die Kamera näher, erkennt man, dass sie aus Versatzstücken anderer Modelle zusammengesetzt ist. Das Objektiv stammt von Canon und wurde auch schon in DSC-S70 und DSC-S75 verwendet. Die Technik ist eng verwandt mit der DSC-V1, von der die Einstellmöglichkeiten, das Menüsystem und der Hologramm-AF übernommen wurden. Einzigartig ist an der MVC-CD500 also vor allem das Speichermedium und der wegen des Laufwerks ziemlich voluminöse Body.

Die Bildqualität ist ziemlich gut. Das Dreifach-Zoom-Objektiv beweist hier, dass es nicht nur in 3-MP-Kameras gute Leistungen bringt. Leider hat Sony auf einen optischen Sucher verzichtet und der Bildschirm ist zwar groß, dafür aber nur niedrig aufgelöst. Als Zubehör gab es einen Sucheraufsatz, den man hinten auf den Bildschirm aufsetzt und bei dem man dann über einen gewöhnlichen Suchereinblick auf den normalen Bildschirm schaut.

In der Praxis erweist sich die Handhabung der CDs als einigermaßen intuitiv, auch wenn man erstmal durchschauen muss, was mit initialisieren, formatieren, finalisieren und entfinalisieren der CD gemeint ist und wie sich dabei die beiden möglichen Medienarten CD-R und CD-RW unterscheiden. Die CD kann am Ende in jedem normalen PC oder Notebook eingelegt werden. PC-Laufwerke haben dafür meist eine extra Mulde in der Schublade. Es gibt aber auch Adapter, durch die die CD-Singles den Außendurchmesser normaler CDs bekommen.

Der große Haken der CD ist die gegenüber Speicherkarten geringere Geschwindigkeit. Speichern und Anzeigen der Bilder, die Einschaltdauer und der Wechsel zwischen den Betriebsmodi dauern ziemlich lange und das zerrt irgendwann an den Nerven.

Unterm Strich ist die MVC-CD500 eine gute Kamera, war gegenüber den Mitbewerbern ihrer Zeit aber zu groß, zu langsam und zu teuer. Das hat am Ende wohl auch Sony eingesehen und danach nur noch Kameras mit Speicherkartenschacht produziert.

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