Samsung NX100

     

Anfang 2010 brachte Samsung die NX10 auf den Markt – eine gut ausgestattete, spiegellose Systemkamera mit großem APS-C-Sensor.  Der elektronische Sucher sitzt in einem Höcker, der von außen wie das Pentaprisma einer Spiegelreflexkamera aussieht. Das Design ähnelt damit der ersten spiegellosen Systemkamera auf dem Markt, der Panasonic DMC-G1. Die war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon fast zwei Jahre auf dem Markt.

Samsung führte mit der NX10 auch ein eigenes Objektivbajonett ein, für das es logischerweise zunächst nur die beiden Objektive gab, die Samsung gemeinsam mit der Kamera auf den Markt brachte. Einsteiger in das NX-System mussten also auf jeden Fall das gewünschte Zubehör neu erwerben. Andere Hersteller machten es ihren Kunden hier einfacher.

Kurz nach der NX10 kam die NX5 auf den Markt – etwas kompakter, mit sehr ähnlicher Ausstattung, aber deutlich schlechterem Sucher und Bildschirm. Daher war kaum nachvollziehbar, warum die NX5 zeitweilig sogar teurer als die NX10 verkauft wurde.

Im Herbst 2010 folgte dann die hier abgebildete NX100. Die Kamera hatte den gleichen Bildsensor wie die beiden anderen Modelle und damit lieferten alle drei Kameras etwa die gleiche Bildqualität. Das neue Modell orientierte sich im Design jedoch an Kompaktkameras. Dem fiel der elektronische Sucher zum Opfer, den man allerdings als Aufstecksucher für den Blitzschuh nachkaufen konnte. Immerhin hatte Samsung der NX100 den guten AMOLED-Bildschirm der NX10 spendiert. Auch bei dieser Kamera könnten Modelle anderer Hersteller Pate gestanden haben: Die DMC-GF1 von Panasonic und die NEX-Familie von Sony sind ganz ähnlich konzipiert.

Das Design der NX100 ist ein gelungener Mix aus dem schwarz-silbernen Design von 70er-Jahre-Kameras und modern geschwungenen Formen. Dass die Kamera außen komplett aus Plastik ist, fällt erst auf, wenn man sie in die Hand nimmt. Trotzdem wirkt sie nicht billig, was insbesondere den Bedienelementen zu verdanken ist, die sich sehr wertig anfühlen.

Eine Neuerung führte Samsung mit der NX100 ein: Die „i-Funktion“ besteht aus einem entsprechend beschrifteten Knöpfchen am Objektiv. Damit können diverse Funktionen (Belichtungskorrektur, Weißabgleich, ISO) ausgewählt und mit dem Schärfering eingestellt werden. Das geht schnell und intuitiv, setzt aber ein Objektiv mit der i-Fn-Taste voraus.

Samsung mühte sich jahrelang redlich mit dem NX-System und brachte neben einer soliden Objektivausstattung auch diverse weitere Modelle auf den Markt. Trotzdem gelang es nicht, den großen Mitbewerbern auf dem gerade entstehenden Markt der DLSMs nennenswerte Marktanteile abzutrotzen – zumindest nicht in Europa. 2016 folgte dann die Konsequenz: Samsung stellte den Verkauf der NX-Familie in Europa ein.

Seither gibt es Kameras und Objektive hierzulande nur noch auf dem Gebrauchtmarkt. Das ist für treue Besitzer von NX-Kameras insbesondere dann unerfreulich, wenn sie sich mit zusätzlichen Objektiven eindecken möchten: Während die Kameras nahezu unverkäuflich und dementsprechend günstig zu haben sind, werden selbst für einfache Kit-Objektive hohe Gebrauchtpreise aufgerufen.

Dabei sind auch die Kamerabodys eigentlich nicht zu verachten. Für wenige Euro kann man Objektivadapter kaufen, durch die fast beliebige Fremdobjektive adaptierbar sind. Das eignet sich aber nur für Fotografen, denen die manuelle Fokussierung und der Verlust der meisten Automatikfunktionen nichts ausmacht.

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