Hewlett-Packard Photosmart 735

Alles neu?

Vergleicht man die HP 735 mit dem eineinhalb Jahre älteren Vorgängermodell 715, findet man nur wenige Gemeinsamkeiten: Der Sensor hat die gleiche Auflösung, das Objektiv den gleichen Zoombereich und das Statusdisplay auf der Oberseite ist kombiniert mit Auswahltasten für Blitzmodus, Bildqualität und Aufnahmemodus. Der Ein-Ausschalter ist weiterhin als Schieber ausgeführt.

Hinzugekommen ist ein Videomodus, der eine eigene Auslösertaste hat und wesentlich umfangreichere Einstellmöglichkeiten im Menü. Der CF-Slot musste einem Steckplatz für eine SD-Karte weichen.

Insgesamt wurde das Gehäuse auf das von anderen Kompaktkameras gewohnte Maß verkleinert und recht gefällig gestaltet. Damit beginnen jedoch auch die Schwächen der Kamera: Anstelle von vier Mignonzellen wird die Kamera nun mit nur noch zweien betrieben, was eine deutlich reduzierte Betriebsdauer zur Folge hat. Auch der Sensor musste schrumpfen und mit ihm das Objektiv. Das Optische System kann dadurch nicht mit dem Vorgängermodell mithalten - die Bilder sind weniger scharf und haben eine deutliche Rauschneigung. Sogar der Bildschirm ist ein wenig kleiner geworden.

An anderer Stelle blieb HP bei alten Untugenden: Die Kamera ist langsam in jeder Lebenslage: Vom Einschalten, Fokussieren, Auslösen bis zur Speicherung der Bilder - alles ist mit überdurchschnittlichen Denkpausen verbunden.

Rolle rückwärts

Vergleicht man die HP 735 und ihre Vorgängerin jeweils mit dem damaligen Mitbewerb, wird deutlich, dass HP in eineinhalb Jahren nur wenig bewegt hat. Die HP 715 war in ihrer Preisklasse vor allem in Sachen Bildqualität herausragend. Die HP 735 fällt in vielerlei Hinsicht zurück und ist bestenfalls durchschnittlich.

Beispielbilder

Technikmuseum Speyer, 10.5.2009
Technikmuseum Speyer, 10.5.2009
Technikmuseum Speyer, 10.5.2009

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