Hewlett-Packard Photosmart M407

Preisbrecher

Nachdem HP mit der R707 zu Recht viel Lob eingeheimst hatte, wurde das Bedienkonzept und das Design auch bei anderen Neuvorstellungen genutzt. Die M407 diente dabei der Abrundung der Modellpalette nach unten. Schon ein halbes Jahr nach ihrer Markteinführung gab es die zu Beginn etwa 150 € teure Kamera beim Elektronikdiscounter für 77 € zu kaufen.

Dafür bekam man eine durchaus ansehnliche und schlüssig bedienbare Kamera mit flachem und breitem, leider aber auch ziemlich dickem Gehäuse.

Der niedrige Preis äußert sich an anderer Stelle: In Innenräumen ist das stockende Monitorbild sehr auffällig, das sich bei schnellen Kamerabewegungen völlig in Schlieren auflöst. Das lässt bereits auf eine eher lichtschwache Kombination aus Optik und Sensor schließen. Das bestätigt sich dann auch bei Innenaufnahmen, die ohne Blitz gar nicht gelingen und mit Blitz durch ein sehr starkes Farbrauschen überlagert sind. Auch Außenaufnahmen sind keineswegs auf dem Niveau, das man von einer 4-Megapixel-Kamera erwartet. Die offenbar sehr schwächlich ausgelegte Kameraelektronik lässt sich zudem nach jedem Druck auf den Auslöser einige Sekunden Zeit, die Bytes gemächlich auf die Speicherkarte zu befördern.

Unterm Strich ist die M407 eine Kamera, die schick aussieht, aber leistungsmäßig nur mit Mühe mit drei Jahre älteren Kompaktmodellen konkurrieren kann.

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