Casio QV-5000SX

     

Casio zählt zu den Pionieren unter den Herstellern von Kompaktkameras. In den drei Jahren ab 1995 erschien eine ganze Reihe von Kameras der QV-Serie, die sich alle durch eine eher schlichte Optik, einen eingebauten Bildschirm und ein verdrehbares Objektiv auszeichneten.

Und dann kam die QV-5000SX und brachte gleich eine ganze Reihe von Neuerungen mit: Erstmals hatte Casio ein Autofokus-Objektiv eingebaut, dafür aber auf die Schwenkmechanik verzichtet. Dadurch wurde der Einbau eines Blitzes und eines optischen Suchers möglich. Zudem war die QV-5000SX Casios erste Kamera mit einer Auflösung jenseits von einem Megapixel und mit digitalem Zoom. Das waren eine Menge Neuerungen, die aber im Wesentlichen nur dazu führten, dass Casio die Extravaganz früherer Modelle zugunsten einer ziemlich gewöhnlichen Kompaktkamera aufgab.

Leider hat die Kamera keinen Wechselspeicher und die eingebauten 8 MB reichen nicht weit. Da erscheint es kurios, dass die Kamera eine Art Videomodus hat, in der sie in hoher Frequenz Bildchen in reduzierter Auflösung schießt, die dann auf einem normal großen Bild angeordnet werden.

Mit dem Erscheinungsbild hat sich Casio viel Mühe gegeben. Die Oberflächenstruktur wirkt metallisch und offenbart erst beim Anfassen, dass die Kamera rundum aus Plastik ist. Ausnahme ist der breite Zierring um das Objektiv, der tatsächlich aus dickem, gebürstetem Blech gefertigt ist.

In Sachen Bildqualität war die QV-5000SX ein deutlicher Schritt nach vorn. Allerdings ausgehend von einem sehr geringen Niveau. Aus heutiger Sicht ist die Kamera deutlich anspruchsvoller zu betreiben als die meisten anderen Modelle: Um an die Bilder zu kommen, braucht man das passende Kabel und einen PC, der noch eine serielle Schnittstelle hat. Dann noch die passende Software und ein Betriebssystem, auf dem diese läuft. Da machen es einem die Kameras mit Speicherkarten im Vergleich doch erfreulich leicht.

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