Casio QV-5700

Wundertüte

Mit der QV-5700 schnürte Casio ein beeindruckendes Paket: Die Kamera war nicht nur eines der frühen Modelle mit 5 Megapixeln sondern mit im Paket steckte eine Miniaturfestplatte von IBM im CF-Karten-Format mit einem Gigabyte Kapazität. Dafür waren zwar 1000 Euro zu bezahlen, aber das reichte bei anderen Herstellern nur für weit weniger gut ausgestattete Produkte - geschweige denn für eine vergleichbare Speicherkarte.

Technisch ist die QV-5700 eine moderate Weiterentwicklung des Vorjahresmodells QV-4000. Dabei wurde die Sensorauflösung von 4,1 auf 5 Megapixel erhöht, was in der Praxis weit weniger relevant war als der nun zwischen 50 und 400 einstellbare ISO-Bereich. Die QV-4000 war auf ISO 100 festgelegt, was einer der größten Kritikpunkte dieser ansonsten einhellig gelobten Kamera war.

Die QV-5700 ist ausgesprochen gut ausgestattet. Neben einer Vollautomatik und den bei Casio "Best Shot" genannten Motivprogrammen gibt es auch Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie eine komplett manuelle Belichtungseinstellung. Verschiedene Autofokus-Modi und eine manuelle Fokuseinstellung ergänzen dies.

Zur Werteeinstellung ist neben der üblichen Vierfachwippe (hier als Minijoystick ausgeführt) auch ein Einstellrad vorhanden. Etwas unglücklich ist die Anordnung gleich zweier Moduseinstellräder übereinander. Oft dreht man versehentlich beide gleichzeitig und landet dann ungewollt z.B. im Serienbild- oder Videomodus.

Die Bildqualität ist einer Kamera dieser Leistungsklasse durchaus angemessen, so dass die QV-5700 zu ihrer Zeit ein sehr überzeugendes Angebot war. Selbst heute kann man mit der Kamera noch sehr ansehnliche Bilder produzieren.

Beispielbilder

Kalb, Schöllbronn, 8.11.2015
Baum, Schöllbronn, 8.11.2015
Espenlaub, Schöllbronn, 8.11.2015
Kugelgrill, Schöllbronn, 8.11.2015
Holunder, Schöllbronn, 8.11.2015

Kommentar von AH:
"Als direkten Nachfolger meiner QV-4000 hatte ich mir dieses schöne Gerät bei "E*ay" ersteigert und habe sie oft und gern benutzt. Die Bildqualität war für damalige Verhältnisse sehr gut, nur Focusgeschwindigkeit und die damit verbundene Auslöseverzögerung waren etwas (bis SEHR) nervig. Bei schwachem Licht war kaum ein Schnappschuß möglich, bei gutem Licht war aber alles bestens. Nach 2 Jahren habe ich die Kamera wieder verkauft, was ich heute bedauere."

Kommentar von Isolator:
"Die Kamera war zu ihrer Zeit klasse, die Schwächen wie hohes Bildrauschen, langsamer Fokus, langsame Speichergeschwindigkeit betraf auch andere Modelle. Die relativ gute Optik zaubert auch heute noch (war auch nicht?) sehr schöne Bilder zutage, allerdings muss das Licht passen Wäre sie nicht so klobig, langsam, und energiefressend (mittlerweile habe ich ein 1GB CF Karte drin, das Microdrive war ein Witz) wäre sie öfters im Einsatz, für normale Ausdrucke (15x10cm) und das Betrachten von Bildern am PC ist sie noch lange gut. Wenn es darum geht ein richtiges Foto zu machen, kommt sie immer noch zum Einsatz."

Kommentar von Klaus:
"Habe sie damals 2004 für 3 fünfmonatige China und SO-Asienreisen angeschafft. Gab nix außer den bekannten Einschränkungen zu meckern. Schön kompakt, schnell rausgeholt. Vom Dschungel bei 30 C bis in den Osthimalaya bis auf fast 5000m hat sie alles mitgemacht. Genial war die Befüllung mit 4 AA-Akkus, so hatte man immer genug "Munition" dabei. Die Mikrofestplatte hatte ich auch und habe dann immer mal auf meinen Festplattenrekorder und MP3 Player mit 20 GB gesichert."

Kommentar von paulchen:
"2019, es macht immer Freude sie wieder einmal zu benutzen, dann gleiche Motive mit einer anderen Casio Kamera mit 20 Megapixeln zu knipsen und mit der "Alten" zu vergleichen,sie schneidet nicht schlecht ab. War ein guter Kauf"

Kommentar von KlausE:
"2019: hat wesentlich länger gehalten als gedacht und macht immer noch gute Bilder bei guter Beleuchtung."

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