Fuji S1 Pro

   

Fuji brachte die S1 Pro im Jahr 2000 auf den Markt. Sie basierte auf der analogen Einsteiger-Spiegelreflex-Kamera Nikon F60, die bereits seit 1998 eingeführt worden war. Fuji ergänzte ein Batteriefach für vier Mignonzellen, das den Digitalteil speist. Die beiden Lithium-Batterien für die Kamera werden aber weiterhin benötigt. Weiterhin kamen ein weiteres Statusdisplay und ein Farbbildschirm samt einiger Bedientasten auf der Kamerarückseite hinzu und im Inneren sorgte ein 3,1 MP fassender SuperCCD-Sensor für die Bildaufzeichnung. Dessen diagonale Anordnung der Pixel nutzte Fuji, um der Kamera eine interpolierte Auflösung von 6,2 MP zu spendieren. Die resultierenden Bilder lagen qualitativ irgendwo zwischen der realen und der interpolierten Auflösung.

Interessant ist die Geräuschkulisse der Kamera beim Auslösen. Hier ist nach dem Spiegelschlag und dem Verschluss deutlich der Motor zum Filmtransport zu hören! Das ist natürlich völlig sinnlos und deutet darauf hin, dass die F60 weitgehend unmodifiziert ist.

Die ISO-Einstellungen der Kamera beginnen erst bei 320 und reichen bis 1600. Insbesondere der hohe untere Wert wurde kritisiert, weil die Kamera dabei ein schlechteres Rauschverhalten zeigt als die meisten anderen DSLR-Kameras in der kleinsten ISO-Stufe. Außerdem konnte es in bestimmten Situationen vorkommen, dass die kürzeste Belichtungszeit von 1/2000s für eine korrekte Belichtung wegen des hohen ISO-Wertes nicht ausreichte. Abgesehen davon überzeugt die Fuji in Sachen Bildqualität, Belichtung und Farbabstimmung.

Als die S1 Pro im Januar 2000 vorgestellt wurde, setzte sie mit der Preismarke von umgerechnet rund 3500 Euro Maßstäbe. Das änderte sich allerdings bereits im Mai, als Canon die ähnlich bepreiste EOS D30 auf den Markt brachte. Die war zwar nur mit einem konventionellen 3 MP-Sensor bestückt, dafür war sie rundum als semiprofessionelles Modell ausgelegt.

Dabei war die Verwendung der F60 als Basis der S1 Pro gar keine schlechte Entscheidung. Das Bedienkonzept mit Moduswahlrad ist sehr Einsteigerfreundlich und die gegenüber der Profiklasse fehlenden Funktionen sind gut zu verschmerzen. Am ehesten stört die Einschränkung auf Objektive mit Stangen-Autofokus. Objektive mit eigenem AF-Motor kann die Kamera nicht ansteuern. Trotzdem sorgt das Nikon-F-Bajonett für eine riesige Fülle verfügbarer Linsen zur S1 Pro.

Kommentar von paul:
"das war meiner erste richtige dslr, die hätte ich gerne wieder, da ich auch ein wenig sammele. übrigens konnte man das ding auch ohne die lästigen und teueren cr 123 batterien betreiben, wenn man einen batteriedummy in das entsprechende fach einlegte, dann übernahmen die normalen standardakkus auch die stromversorgung des "analogen" kamerateils mit, sehr praktisch, lach. gruß, paul"

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